Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Wagner: Erfolg durch stetige Verbesserung

Niemand sollte sich mit dem zufrieden geben, was „immer schon so war“. Denn immer und überall gibt es Verbesserungspotenziale zu entdecken. Darauf basiert das japanische Kaizen-Prinzip.

Strahlende Gesichter – die Teilnehmer des Kaizen-Workshops können stolz auf ihre Leistung sein (rechts im Bild: Prof. Dr.-Ing. Andreas Friedel und Ulrich Wagner). Bild: Wagner.

Übersetzt bedeutet Kaizen „Veränderung zum Besseren“. Wie die praktische Umsetzung in einem produzierenden Unternehmen aussehen kann, haben Studierende der Hochschule Offenburg in den Wagner-Werken in Lahr/Schwarzwald bei einem zweitägigen Kaizen-Workshop eindrucksvoll bewiesen.

Das Außergewöhnliche daran: Es ging nicht nur um „graue Theorie“, sondern um konkrete Änderungen der Betriebsabläufe. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Friedel konnten die angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure ihre Ideen in drei unterschiedlichen Unternehmensbereichen praxisbezogen nach dem Kaizen-Prinzip entwickeln und umsetzen.

Nach zahlreichen Messungen, Analysen und Interviews präsentierten die Studierenden ihre Lösungen: In der Transporthilfen-Montage setzten sie in Teamarbeit auf die Umstellung der bis dato linienförmigen Anordnung der Montageplätze auf eine U-förmige Konstruktion, die überflüssige Wegezeiten der Mitarbeitenden minimiert. Ein weiteres Team beschäftigte sich mit der Arbeitsplatzgestaltung der Abteilung Verpackung & Versandvorbereitung. Die Resultate: Eine Neustrukturierung der „Warteschlange“ der Komissionierwagen, vereinfachte Abläufe bei der Erfassung der Versandaufträge sowie eine ergonomische Ablagevorrichtung für die Versandvorbereitung. Auch mit der Neugestaltung der groß dimensionierten Versandabteilung für das aktuell noch im Bau befindliche Wagner-Werk 3 befassten sich die Studierenden und erstellten ein wirklichkeitsgetreues, digitales 3D-Modell.

Ulrich Wagner, selbst Wirtschaftsingenieur und gemeinsam mit seiner Schwester Ellen Wagner Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, zeigte sich beeindruckt vom Einfallsreichtum der Studierenden: „Eine großartige Leistung! Es war faszinierend zu beobachten, wie engagiert und professionell die Teams der Hochschule Offenburg vorgegangen sind. Sie haben ihr erlerntes theoretisches Wissen in der Kürze der Zeit perfekt in die Praxis eines Industrieunternehmens eingebracht. Denn oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die zu großen Verbesserungen führen – das ist Kaizen. Devise: Jeden Tag ein bisschen besser!“

Fazit: Der Kaizen-Workshop bei Wagner hat für alle Beteiligten nicht nur neue Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht, sondern auch viel Freude an der konstruktiven Zusammenarbeit. Und: Alle Workshop-Teilnehmer haben die Chance auf spannende Praktika im Rahmen des Praxissemesters, aktuellen Themen für eine Bachelor-Thesis und nach ihrem Abschluss auf einen vielseitigen Arbeitsplatz bei Wagner. (Wagner)

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