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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
VSSE: Preissturz bei Spargel
Herausfordernd war die Spargelsaison 2022 für die Anbauer und Anbauerinnen. Trotz guter Wetterbedingungen, ausreichend Erntehelfern und besten Spargelqualitäten kam es bereits zu Beginn der Saison durch die verhaltende Nachfrage zu stark fallenden Preisen, die sich bis zum Saisonende hin kaum erholen konnten. Gerade im Handel und Großhandel waren die Erzeugerpreise größtenteils und über viele Wochen kaum oder nicht auskömmlich. Nur in der Gastronomie und in der Direktvermarktung konnten die Betriebe zufriedenstellende Preise erzielen.
Unsichere Wirtschaftslage bremst Spargel-Nachfrage aus
„Nach den beiden Corona-Jahren, in denen gesundes Gemüse wie Spargel sehr nachgefragt waren, und die Direktvermarktung einen Auftrieb erlebte, war dieses Jahr von einer schwachen Nachfrage nach Spargel geprägt. Diese sowie witterungs- und importbedingten Übermengen sorgten gleich zu Beginn für einen starken Preisverfall, der den Anbauern gerade durch die extrem gestiegenen Produktionskosten stark zusetzte. Mit Blick auf die kommende Saison fordern wir dringend eine Entlastung der Betriebe durch geringere Bürokratie und das Einfrieren des Mindestlohns auf 12 Euro, um die inländische Produktion zu sichern“, erklärt Simon Schumacher, Vorstandssprecher des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE).
Durchschnittliche Verbraucherpreise unter denen des Vorjahres
Nur kurz zu Saisonbeginn und am Ende der Saison lag der durchschnittliche Spargelpreis bedingt durch die knappe Menge über dem Vorjahresniveau. Ansonsten war er weit niedriger als im Vorjahr. „Die wirtschaftliche Unsicherheit der Verbraucher war der Hauptgrund für den schwierigen Verlauf der Spargelsaison: Weniger Verbraucher haben seltener und weniger Spargel gekauft. Die Käuferreichweite liegt unter dem mehrjährigen Mittel. Die Spargelpreise standen lange unter Druck. Erst zu und nach Pfingsten hat sich die Situation etwas entspannt. Dann war Spargel gesucht, und die Preise haben langsam wieder angezogen“, resümiert Michael Koch, Bereichsleiter Gartenbau und Spargelmarkt-Experte der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI).
Knappes Spargelangebot im Juni führt zu Preisanstieg
„Gegen Ende der Spargelsaison kehrte wieder mehr Normalität beim Einkaufsverhalten ein. Doch das konnte die Saison nicht mehr retten, da nicht mehr große Mengen zur Verfügung standen. Aufgrund der geringen Nachfrage wurden viele Spargelanlagen im Mai aus der Ernte genommen. Im Juni war die Spargelmenge knapp, was wohl an der der geringeren Ertragspotenz der im Ertrag verbliebenen Anlagen lag. Zurückzuführen ist dies mit großer Wahrscheinlichkeit auf den milden Winter, in dessen Folge die Pflanzen im Frühjahr weniger austrieben. Die längere Erholungsphase der früher aus der Ernte genommenen Spargelanlagen wird sich positiv auf die kommende Spargelsaison auswirken“, erklärt Spargelanbauberater Dr. Ludger Aldenhoff. (VSSE)

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