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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
VSGP: Fordert weniger Auflagen für die Gemüseproduktion
Vor acht Jahren startete ein Pilotprojekt mit dem "Pflanzenschutzroboter". Ein von einem Traktor gezogenes Gerät, das zwischen den Kulturen hackt und anschließend jede Pflanze gezielt mit Pflanzenschutzmittel besprüht. Mit diesem Verfahren erhoffte sich die Projektgruppe eine Reduktion von 40-70% der Mittel. Die ersten Ergebnisse waren sehr eindrücklich. Damit sich jedoch ein solches System in der Praxis durchsetzt, muss die Wirtschaftlichkeit gewährleistet sein. Diese war nach der ersten Phase des Projekts nicht gegeben. Zu lange dauerte der Durchlauf pro Hektar. Deshalb startete die zweite Testphase ohne Hackvorgang. Der Fokus wurde auf die gezielte Applikation von Pflanzenschutzmittel – dem Spotspraying – gelegt. Nach nun drei Phasen ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse aus unzähligen Feldversuchen liegen vor. Bei Knollensellerie und Petersilie konnten 80-85% Pflanzenschutzmittel eingespart werden. Die gezielte Behandlung wirkt sich auch auf mögliche Einträge in die Umwelt aus. Da beim Spotspraying weniger Spritzbrühe auf den Boden gelangt, kann insbesondere das Abschwemmungsrisiko deutlich reduziert werden. Zudem konnte mit dieser Technik eine Driftreduktion von über 99% gegenüber den Referenzwerten für konventionelle Applikation (Spritzbalken) gemessen werden. Insbesondere die niedrige Düsenhöhe und die Abschirmung der Applikationseinheiten trug zu diesem bemerkenswerten Ergebnis bei. Die vollständigen Ergebnisse aus Praxisversuchen, Modellierungen und Driftmessungen werden voraussichtlich im Oktober als Agroscope-Science-Artikel veröffentlicht.
Die Ergebnisse zeigen, dass Spotspraying in Reihenkulturen nicht nur Pflanzenschutzmittel einsparen, sondern auch zur Reduktion von Einträgen in die Umwelt beitragen kann. Der Verband Schweizer Gemüseproduzenten fordert, dass die deutliche Reduktion der Risiken durch Abdrift und Abschwemmung von den zuständigen Behörden berücksichtigt wird. Die erzielten Verbesserungen müssen sich in den Abstands- und Anwendungsauflagen sowie in der Beurteilung im Rahmen des Gewässerschutzes widerspiegeln. Wo sich das Risiko nachweislich reduziert, sind die entsprechenden Vorgaben anzupassen.

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