Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Vorarlberg: Erster Nachweis des Japankäfers

Erstmals wurde der invasive Japankäfer (Popillia japonica) in Vorarlberg festgestellt. Eine aufmerksame Bürgerin entdeckte das Tier in ihrem Privatgarten in Hörbranz und übergab es dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst. Der Fundort liegt nahe der A14 und dem Zollamt Hörbranz – in unmittelbarer Nähe zu bereits bekannten Vorkommen in Lindau (Deutschland).

Erster Nachweis des Japankäfers in Vorarlberg. Foto: Courtesy Maurizio Pavesi Museo di Storia Naturale di Milano.

Der Japankäfer stammt ursprünglich aus Ostasien und gilt in Europa wie auch in Nordamerika als invasiver Schädling. Sowohl Larven als auch erwachsene Käfer verursachen erhebliche Schäden an Nutzpflanzen, Zierpflanzen und Grünflächen. Der Japankäfer ist ein meldepflichtiger Schädling und unterliegt strengen Überwachungsmaßnahmen.

Vorarlberg betreibt bereits seit mehreren Jahren ein landesweites Fallennetz zur frühzeitigen Erkennung möglicher Vorkommen. Die Fallen – bestückt mit Lockstoffen – befinden sich vorrangig entlang der Hauptverkehrsrouten (z. B. A14, S16) und an Zollstellen. Aufgrund der Nähe zu Funden in Süddeutschland wurde dieses Netz im Jahr 2024 bereits vorsorglich erweitert.

Mit dem aktuellen Einzelfund wird das Monitoring nun nochmals intensiviert. Ziel ist es, frühzeitig eine mögliche Etablierung zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Maßnahmen basieren auf dem österreichischen Notfallplan für Popillia japonica, der das Vorgehen bei Verdachts- und Befallsfällen klar regelt. Die grenzüberschreitende Situation erfordert zudem eine enge Abstimmung mit den deutschen Pflanzenschutzbehörden. Auf Landesebene erfolgt die Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Landwirtschaftskammer Vorarlberg und der inatura Dornbirn.

Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Zum Schutz von Landwirtschaft, Gartenbau und heimischer Flora ist auch die Mithilfe der Bevölkerung gefragt. Verdachtsfunde sind verpflichtend dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst zu melden:
landwirtschaft@vorarlberg.at oder telefonisch unter +43 5574 511 25106

Alternativ kann die österreichweite Meldeplattform der AGES genutzt werden: tforms.ages.at/japankaefer-meldungen/meldung-japankaefer

Wichtig bei einem Fund:
•    Ein Foto des Käfers aufnehmen
•    Fundort und -datum notieren
•    Käfer nach Möglichkeit einfangen und sicher aufbewahren (z. B. in einem Behälter im Tiefkühlfach)
•    Verwechslungsmöglichkeiten beachten – eine Übersicht bietet die AGES auf ihrer Website: www.ages.at/pflanze/pflanzengesundheit/schaderreger-von-a-bis-z/japankaefer 

Weitere Informationen zu Merkmalen des Japankäfers, zur Unterscheidung von ähnlichen Arten sowie zum aktuellen Monitoring finden sich auf der Landeshomepage www.vorarlberg.at unter dem Stichwort „Japankäfer“ sowie bei der AGES – Informationen zum Japankäfer.

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