Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

VNWB: Wetter bislang ideal für Weihnachtsbäume

Der Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V. zieht Zwischenbilanz: Im Frühjahr gab es keine Spätfröste und bis jetzt ausreichend Niederschläge. Zum Fest in einem halben Jahr kann auch bei steigender Nachfrage jeder Haushalt auf einen Naturbaum von sehr guter Qualität zählen.

Blühstreifen und ein vielseitiger Begleitwuchs bieten Insekten ein ideales Habitat, was wiederum seltene Vogelarten anlockt, die in den Kulturen ihre Brutplätze finden. Bild: VNWB.

Für die Familienbetriebe ist das ausgeglichene Wetter dringend nötig, nachdem Trockenheit und Frost den Anbau in den letzten Jahren erschwerten. Über 20 Mio. Bäume pflanzen die Weihnachtsbaumerzeuger allein für den deutschen Markt pro Jahr nach. Diese Setzlinge sind besonders wetterempfindlich. Der Aufwand der rund zehnjährigen Aufzucht ist hoch, weil er in und mit der Natur erfolgt. Viele der Betriebe säen bienenfreundliche Blühflächen, errichten Sitzstangen und Nistkästen für Vögel, bauen Insektenhotels und schaffen ein in Deutschland rar gewordenes Ökosystem, in dem sich seltene Brutvögel wie die Heidelerche wohlfühlen.

„Nach den späten Frosteinbrüchen und der extremen Dürre in den vergangenen Jahren blicken wir dank der diesjährigen Niederschläge mit Zuversicht in die kommende Saison“, erklärt Benedikt Schneebecke, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum e.V. Der Nachfrage sei aus heutiger Perspektive ohne Probleme nachzukommen. „Niemand muss auf einen Baum verzichten – auch nicht aus Umwelt- oder Klimagründen, da für jeden geernteten Baum ein neuer nachgepflanzt wird“, so Schneebecke.

Bis zum Beginn der Saison im November stehen in den Kulturen noch vielfältige Arbeiten an. Die Erzeuger bringen die Bäume in Form, sorgen dafür, dass sie nicht zu sehr in die Höhe schießen und regulieren die Begleitflora, damit die jungen Bäumchen genügend Sonnenlicht erhalten. Im August beginnen die Höfe damit, verkaufsbereite Bäume nach Größe und Qualität zu erfassen. Die übrigen Bäume verbleiben für spätere Jahre in der Kultur. Der gesamte Arbeitsaufwand kann zeitlich mit dem in einem Weinberg verglichen werden. (VNWB)

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