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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
VNWB: Sind Weihnachtsbäume aus Plastik umweltverträglich?
Die Herstellung petrochemischer Verbindungen ist klimaschädlich und die daraus entstehenden Produkte können ein Gesundheitsrisiko darstellen. Umso weniger Verständnis besteht seitens des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum e.V. (VNWB), wenn Hersteller nicht die Zeichen der Zeit sehen und mit erdölbasierten Erzeugnissen gegen bewährte Naturprodukte konkurrieren.
Eine aktuelle Studie zum Kaufverhalten von Weihnachtsbäumen zeigt, dass vor allem der ältere Teil der Bevölkerung häufiger einen Plastikbaum wählt – mutmaßlich aus Gründen der Bequemlichkeit. Gerade im Billigsegment gehören die unechten Bäume zu den Wegwerfprodukten mit kurzer Nutzungsdauer von wenigen Jahren. Das wirft eine Reihe von Problemen auf.
Geringe Recyclingquote
Letztes Jahr hatte der in der ARD ausgestrahlte Dokumentarfilm „Die Recyclinglüge“ mit der Nachricht schockiert, dass nur ein Bruchteil des recyclingfähigen Plastikmülls tatsächlich wiederverwendet werde. Laut Prof. Dr. jur. Helmut Maurer, der bis Juli 2022 als Experte für Kreislaufwirtschaft bei der EU-Kommission tätig war, liegt die tatsächliche Recyclingquote von Plastikverpackungen in Deutschland nur bei 7%. Weihnachtsbäume aus Plastik verschärfen das Problem. Sie bestehen aus Verbundstoffen, die sich nicht wirtschaftlich in ihre Komponenten trennen lassen. Naturbäume können hingegen problemlos kompostiert, energetisch verwendet oder zum Heimwerken und Basteln genutzt werden. Auch hinsichtlich des Klimas sind echte Weihnachtsbäume klar im Vorteil, da sie CO2-neutral wachsen. Bei künstlich erzeugten Bäumen wird hingegen bei der Produktion, dem weiten Transport aus fernen Ländern und der Verbrennung CO2 ausgestoßen.
Giftstoffe in Plastikbäumen?
Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat 2019 bei verschiedenen österreichischen und deutschen Händlern stichprobenartig künstliche Weihnachtsbäume untersucht. Das Ergebnis: In über der Hälfte der Bäume wurden „besonders besorgniserregende Stoffe“ nachgewiesen. Sie können krebserregend, fortpflanzungsschädigend, erbgutverändernd, hormonell wirksam sein oder sich langfristig im Gewebe ansammeln, bis sie eine giftige Dosis erreichen. Zudem stellen Mikro- und Nanoplastik eine tickende Zeitbombe dar. Studien belegen, dass die Partikel das Herzgewebe und das Gehirn erreichen können.
Benedikt Schneebecke, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum, meint: „Würde man den Kunden erst unsere Weihnachtsbaumkultur in der Natur mit all ihren Vögeln und Insekten zeigen und im Anschluss die vom Smog umhüllte Produktionsstätte in China samt des vernachlässigten Umwelt- und Arbeitsschutzes, würde vermutlich niemand mehr zum Plastikbaum greifen.“

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