Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

VLOG: 45 Organisationen fordern Erhalt der Gentechnik-Kennzeichnung

In einer gemeinsamen Resolution zur Grünen Woche 2026 fordert der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) gemeinsam mit einem breiten Bündnis, die geplanten neuen EU-Gentechnik-Regeln abzulehnen.

Ohne Gentechnik Siegel 2025. Bild: Concept Photography Berlin.

Eine der zentralen Forderungen ist es, die Kennzeichnungspflicht auch für alle Arten Neuer Gentechnik (NGT) beizubehalten, die laut dem aktuellen Gesetzvorschlag gestrichen werden soll. „Verbraucher:innen und Wirtschaft müssen selbst entscheiden können, ob sie Gentechnik-Lebensmittel essen, herstellen und verkaufen wollen oder nicht. Diese Information vorsätzlich zu verschleiern, wäre Gift für das Vertrauen in Politik und Lebensmittelwirtschaft", so VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting.

„Es ist gut, dass Deutschland diesem Plan nicht zugestimmt hat. Gerade jetzt zur Grünen Woche sollte die Bundesregierung ein deutliches Signal senden, dass sie sich mit ihrem ganzen politischen Gewicht für Verbraucher:innen und Wirtschaft einsetzt und dafür sorgt, dass dieser unausgegorene Vorschlag auf EU-Ebene nicht durchkommt. Auch das Europaparlament sollte sich an seine beschlossene Mehrheitsposition erinnern und diesem Plan eine Abfuhr erteilen."

Weitere gemeinsame Forderungen der Resolution beziehen sich auf verpflichtende Nachweisverfahren, das Beibehalten verbindlicher Regeln zu Risikoprüfung, Koexistenz und Haftung sowie ein Patentierungsverbot für Gentechnik-Pflanzen. Solange all das nicht gegeben ist, sollen Europaparlament und Ministerrat dem Gesetzvorschlag nicht zustimmen, fordern die Verbände.

Im Dezember 2025 hatten sich die Unterhändler von EU-Mitgliedsstaaten und Europaparlament im sogenannten Trilog-Verfahren vorläufig auf eine Gentechnik-Deregulierung ohne alle diese Bestandteile geeinigt. Europaparlament oder Ministerrat können diese Einigung aber noch
stoppen.

Die gemeinsame Gentechnik-Resolution zur Grünen Woche 2026 wird von 45 Verbänden, Organisationen, Institutionen und Stiftungen aus den Bereichen Umwelt-, Tier- und Naturschutz, Entwicklungspolitik, Kirchen, Verbraucherschutz, soziale Gerechtigkeit, Landwirtschaft, Züchtung, Saatguterzeugung, Erhaltung der Nutztier- und Kulturpflanzenvielfalt, Lebensmittelwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und Imkerei sowie Jugendbewegungen, Initiativen aus der Klimaschutzbewegung und aus den Bewegungen für sozial und ökologisch verantwortungsvolle Ernährungssysteme unterstützt.

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