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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
VGL Bayern: Unterstützt Geflüchtete aus der Ukraine
Viele Geflüchtete aus der Ukraine stehen vor großen Herausforderungen bei ihrer ange- strebten Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Insbesondere die nicht vorhandenen Kenntnisse der deutschen Sprache erschwert ihnen die Orientierung bei der Jobsuche oder der Wahl einer geeigneten Ausbildung. Hilfestellung bietet der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) mit einem neuen Film in Ukrainisch und mit deutschen Untertiteln.
Das zweieinhalbminütige Video mit dem Titel „Chance für Ukraine-Geflüchtete im bayerischen Ga- LaBau“ informiert über die Branche und beleuchtet einige wesentlichen Aspekte des Landschaftsgärtner-Berufsbildes. Durch den Kurzfilm führen Olga Bondiuk (37) und Anna Khodykina (36), die in ihrer Muttersprache die vielseitigen Tätigkeitsfelder und Vorzüge im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) vorstellen. Am Ende ruft Susann Liebe, Willkommenslotsin beim VGL Bayern, Geflüchtete mit Lust am GaLaBau dazu auf, mit ihr in Kontakt zu treten.
Die Aufnahmen erfolgten auf einer Baustelle in Ismaning durch die Firma GO! Film GmbH, die die beiden Protagonistinnen während ihres Praktikums bei einem oberbayerischen Fachbetrieb begleitete. Bondiuk, die mit ihrer zehnjährigen Tochter aus einer Kleinstadt in der Nähe von Charkiw floh, arbeitete vor Kriegsbeginn als Diplomlandwirtin in einem Gewächshauskomplex. Khodykina war zuvor als Programmiererin in Kiew tätig. Liebe vermittelt seit sechs Jahren Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit im Garten- und Landschaftsbau – in einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projektstelle. Als Dolmetscherin beteiligte sich auch Inna Cherevko an der Produktion. Die Ukrainerin flüchtete ebenfalls aus der Ukraine und erhielt zusammen mit ihrem Vater und Sohn eine Unterkunft an der DEULA Bayern.
Der Film trägt dazu bei, die Grüne Branche für Ukrainerinnen und Ukrainer sichtbar zu machen und sie bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Veröffentlichung erfolgte auf YouTube sowie mehreren Jobbörsen und Netzwerken, darunter die Plattform „sprungbrett into work“, eine Kooperation der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Inzwischen gingen bereits viele Anfragen bei Liebe ein, sowohl von Geflüchteten als auch von Unternehmen mit Mitarbeiterbedarf. „Entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenführung ist eine intensive Beratung beider Seiten sowie die Vermittlung der Bewerberinnen und Bewerber an Betriebe in der Nähe ihres Wohnorts. Für den Einstieg in die Beschäftigung und das Kennenlernen eignet sich anschließend ein mehrtägiges Praktikum. Hierbei bietet sich aufgrund der erfahrungsgemäß auftretenden Sprachschwierigkeiten die Verwendung des GaLaBau-Bilder- Wörterbuches vom Ulmer-Verlag an“, erläutert die Willkommenslotsin. (VGL Bayern)

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