Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

VGB: Hohe Kosten zum Valentinstag

Der niederländische Blumen- und Pflanzengroßhandel beginnt das neue Jahr mit einem Wachstum von 26%. Das meldet der VGB auf der Grundlage der Exportstatistik von Floridata. Der Exportwert stieg im Januar auf 532 Mio. Euro.

Auch die heimischen Erzeuger haben mit steigenden Kosten zu kämpfen. Bild: GABOT.

Die Vorbereitungen auf den Valentinstag waren aber mit hohen Kosten für Einkauf, Personal und Transport verbunden. "Trotz der durch die Knappheit verursachten Hindernisse erwarten wir, dass die Verbraucher bereit sind, die höheren Preise für Blumen und Pflanzen zu zahlen", berichtet Matthijs Mesken, Direktor des VGB, im Vorfeld des Blumentages. Besonders positiv sei der Handel mit Pflanzen.

Die niederländischen Blumen- und Pflanzenhändler verzeichneten im Januar einen hohen Umsatz, was teilweise auf die Lockerung der Corona-Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Topfpflanzen schnitten mit einem Wachstum von 34% auf 192 Mio. Euro besser ab als Schnittblumen mit einem Wachstum von 22% auf 341 Mio. Euro. "Insbesondere Deutschland und das Vereinigte Königreich verzeichneten ein starkes Wachstum der Pflanzenexporte", berichtet Wesley van den Berg, Geschäftsführer von Floridata. "Im vergangenen Jahr hatten die Händler mit den Folgen des Brexit und dem Lockdown in Deutschland zu kämpfen", erklärt Mesken.

Hohe Kosten treiben die Preise im Vorfeld des Valentinstages in die Höhe

Die Händler haben mit hohen Einkaufspreisen für Blumen und Pflanzen zu kämpfen, die auf Energie- und (Luft-)Frachtkosten zurückzuführen sind. Aufgrund der hohen Gaspreise beschließen einige Erzeuger, ihre Gewächshäuser teilweise leer stehen zu lassen, was zu einer Verknappung führt. "Trotz der Knappheit haben wir im Vorfeld des Valentinstages mehr Volumen zu höheren Preisen zu verzeichnen", berichtet Fred Beekenkamp, Teamleiter Einkauf bei Javadoplant. "Alle Verkaufsstellen für Pflanzen sind geöffnet, was letztes Jahr natürlich anders war. Wir sind positiv gestimmt, was den Frühling angeht".

"Blumenexporte auf entfernte Märkte sind aufgrund der knappen Luftfrachtkapazitäten extrem teuer. Wir mussten sogar von Zeit zu Zeit unsere Webshops schließen, weil z. B. für bestimmte Ziele in Nordamerika keine Fracht verfügbar war. Das gleiche Problem tritt in unserer Niederlassung in Miami auf, wo wir unter anderem auf Blumen aus Ecuador angewiesen sind", sagt Direktor Paul Hoogenboom von Holex Flower BV. "Das Problem lässt sich nicht mit dem Containertransport lösen, denn auch hier gibt es enorme Verzögerungen. Wir erwarten etwa den gleichen Umsatz wie im letzten Jahr, mit höheren Preisen bei geringeren Mengen", sagt Hoogenboom. (VGB)

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