Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Verwendung fester Gärreste im Gartenbau

Am Institut für Gartenbau (ehemaliges Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung) der Fachhochschule Weihenstephan wurden die Verwendungsmöglichkeiten fester Rückstände aus der Bioabfallvergärung im Gartenbau und im Garten- und Landschaftsbau erprobt. Die 2½-jährigen Untersuchungen erfolgten im Rahmen eines vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen finanzierten Forschungsvorhabens.

 

Insgesamt wurden 63 kompostierte und 21 frische Gärreste (Gärprodukte) aus 10 unterschiedlichen Vergärungsanlagen auf chemische, und physikalische und weitere Qualitätseigenschaften untersucht.

 

Gegenstand zahlreicher Versuche war die Nachbehandlung (Kompostierung) frischer Gärreste und die Eignung kompostierter Gärprodukte als Mischkomponente für Substrate (gärtnerische Kultursubstrate, Blumenerden). Substraten für Gehölze und Stauden, zur Dachbegrünung sowie für Zierpflanzen konnten bei Einhaltung der einschlägigen Qualitätsbestimmungen mit einem Anteil von bis zu 40 Vol.-% kompostierte Gärprodukte problemlos hergestellt und eingesetzt werden.

 

Da auch kompostierte Gärprodukte mit über den Grenzwerten liegenden CaCO3-Gehalten Verwendung fanden, erfolgte teilweise der Zusatz von Schwefel zur pH-Absenkung. In Versuchen zur Optimierung des Schwefel-Einsatzes wurden Zusätze von 0,5 - 6 g S/l Substrat von allen geprüften Pflanzenarten vertragen und führten zu einem guten Pflanzenwachstum.

 

Außerdem wurde die Pflanzenverfügbarkeit von Nährstoffen in kompostierten Gärprodukten und deren Eignung zu Bodenverbesserung und Düngung im Gemüsebau sowie der Rekultivierung abgeklärt. Da sie sich auch in diesen Bereichen bewährten, kommen die Versuchsansteller zu dem Schluss, dass kompostierte Gärreste vorteilhaft und vielfältig im Produktionsgartenbau und im Garten- und Landschaftsbau einsetzbar sind. (Quelle: bgk)

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