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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Vergessene Aromawunder: Quitten
Fruchtig süß ist der Duft. An Äpfel erinnernd
oder doch eher an Birnen? Das Aroma der Quitte liegt wohl irgendwo zwischen den beiden mit ihr verwandten Kernobstarten. Doch Vorsicht, wer die Quitte roh essen möchte, wird meist enttäuscht. Aufgrund des hohen Gehaltes an Tannin ist die Frucht roh sehr herb und nicht genießbar. Nur in warmen Mittelmeergegenden gibt es einige weichere Sorten, die auch unerhitzt essbar sind. Die Quitte zeichnet sich ernährungsphysiologisch durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C und Kalium aus. Sie kann somit einen Beitrag leisten, den Elektrolythaushalt des Körpers stabil zu halten und somit die Muskel- und Nervenfunktionen einwandfrei ablaufen zu lassen. Spitzenwerte erreicht die Quitte jedoch vor allem beim Pektingehalt. Pektin ist ein wasserlöslicher Ballaststoff, der entscheidend auf die Darmtätigkeit, aber auch auf den Gallensäuren- und Cholesterinhaushalt einwirkt.
Weltweit werden etwa 200 verschiedene Sorten kultiviert. Die Quitte stammt aus dem vorderasiatischen Raum und wird hauptsächlich in süd- und südosteuropäischen Ländern angebaut. In Deutschland nimmt der Anbau von Quitten kaum erwerbsmäßigen Umfang ein. Der Grund dafür liegt in ihren Klima- und Bodenansprüchen, die denen von Wein oder Birnen ähneln. Die Quitte wächst an einem Strauch oder Baum, der vier bis acht Meter hoch werden kann. Je nach Standort und Sorte kann die Frucht von Ende September bis Ende Oktober geerntet werden. Ihre Genussreife erreicht sie jedoch meist erst nach einer Lagerzeit von vier bis acht Wochen. Birnenquitten sind generell häufiger als Apfelquitten, wobei letztere jedoch aromatischer sind.
Durch den hohen Pektingehalt eignet sich die Quitte sehr gut zum Herstellen von Marmeladen und Gelees. Ihr portugiesischer Name "marmelo" gab daher einer ganzen Reihe von Marmeladen ihren Namen. Aber auch Quittensaft, -kompott und -brot schmecken köstlich.
Tipp: Einige Quitten im Apfelmus machen dieses aromatischer. Das fruchtig, herbe Aroma der Frucht passt zudem auch sehr gut zu Fleischgerichten, vor allem zu Geflügel- und Schweinefleisch. (Quelle: www.aid.de)

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