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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Vereinigten Hagel: Schadenbilanz
Noch bis Anfang Juni zeigte sich die Hagelsaison eher von der Sonnenseite: Die Schäden lagen deutlich unter denen des Vorjahres. Danach verdüsterte sich das Bild zusehends. Vom 10. Juni ab sorgten diverse Tiefdruckgebiete, meist von der Biskaya kommend, für kräftige Südwestströmungen. Diese wurden zumeist von starken Winden bis in große Höhen begleitet. Dadurch konnten dann sogenannte Superzellen entstehen, große rotierende Gewitterzellen mit starken Aufwinden, welche sich über Hunderte von Kilometern gen Osten bewegten und letztlich, besonders über Westund Süddeutschland, sich mit verheerenden Hagelschlägen entluden.
Am 10. Juni zog eine Unwetterfront über Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie Bayern. Betroffen waren in Rheinland-Pfalz die Weinbaugebiete an der Nahe, in Baden-Württemberg das Gebiet Hohenlohe und die Schwäbische Alb. Über 1.500 Schäden wurden gemeldet. Am 12. Juni traf es den Nordwesten Deutschlands mit knapp 700 Schäden in Nordrhein-Westfalen und nordwestlichen Teilen Niedersachsens. Am 23. Juni hagelte es erneut in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie auch in Sachsen-Anhalt; über 1.300 Schäden wurden gemeldet.
Dann zog am 8. Juli eine Superzelle über Baden-Württemberg und Bayern hinweg. Mit über 7.500 Schadenmeldungen zählte dieses Ereignis zu den schwersten seit dem Hagelsturm 1983 über München. Die Schäden – bedingt durch Totalausfälle bei Wein, Tabak sowie bei Erdbeeren und Obst - dürften das damalige Ausmaß bei Weitem übersteigen. Am 17. Juli kam es erneut zu Hagelschlag in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern. Dem folgten über 1.300 Schadenmeldungen.
Bis Ende Juli erreichten die Vereinigte Hagel insgesamt knapp 22.000 Schadenmeldungen, die Schadensumme dürfte auf über 60 Mio. € ansteigen – das ist weit mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. „Mit dieser ungewöhnlichen Häufung von Hagelschäden kurz vor bzw. in den Frühdruschgebieten direkt in der Ernte könnte das Jahr 2004 abermals zu einem Überschadenjahr werden“, konstatiert Dr. Rainer Langner, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Hagel. (verha)

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