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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Vereinigte Hagel: Über 9.000 ha geschädigt
Verglichen mit den extremen Hochwasserschäden und dem Leid der Menschen in den Überschwemmungsgebieten erscheinen die Schäden durch Tief Bernd im Pflanzenbau eher nebensächlich. Dennoch müssen Betriebe, deren erste Sorge dem Hof und dem Wohl der gehaltenen Tiere galt, darüber hinaus Verluste bei ihren Futterpflanzen oder Marktfrüchten hinnehmen.
Allein vom Niederrhein bis in die Eifel sind Starkregenschäden auf einer Fläche von etwa 7.500 ha zu verzeichnen. Heinsberg, Bedburg, Jülich, Kerpen oder Bad Münstereifel sind die am schwersten betroffenen Ortschaften. Weitere 1.500 ha sind im Vogtland sowie Bayern und Baden-Württemberg zu verzeichnen.
Die betroffenen Kulturen bilden einen Großteil des Anbauspektrums ab: Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Bohnen, Möhren sowie erntereifes Getreide und Raps. Über 50 Sachverständige sind bereits – soweit die Flächen erreicht werden können – im Einsatz, um die Schäden schnell und unbürokratisch zu regulieren. Bernd Edeler, Bezirksdirektor in Münster, rechnet mit einem Schaden in Millionenhöhe: „Ich gehe von mindestens einer Mio., eher von 2 Mio. Euro in Nordrhein-Westfalen aus. Vor allem bei Kartoffeln und Mais kann der genaue Schaden erst im weiteren Verlauf der Vegetation abgeschätzt werden. Hier führen wir zunächst eine so genannte Vorbesichtigung durch und nehmen die Flächen auf. Die erntereifen Bestände werden natürlich direkt endreguliert. Wie wichtig eine ausreichende Absicherung gegen Gefahren über den Hagel hinaus, hat sich in der letzten Woche leider wieder deutlich gezeigt. Der Anteil der versicherten Flächen nimmt aber beständig zu.“ (Vereinigte Hagel)

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