Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ver.di: Tarifkonflikt im Handel spitzt sich zu

Nachdem die Tarifverhandlungen im Einzelhandel am 1.9. in fünfter Runde erneut ergebnislos beendet wurden, rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 9.9. ganztägig zu landesweiten Streiks in beiden Handelsbranchen auf.

Das skandalöse Verhalten der Arbeitgeber verschärfe aber den Konflikt, sagt ver.di.

Im Vorfeld der Verhandlungen am Freitag wollen auch Beschäftigte des Groß- und Außenhandels erneut den Druck erhöhen. Zur Kundgebung in Dortmund werden neben Streikenden aus rund 160 Betrieben auch ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer und Norbert Walter-Borjans (SPD) erwartet.

„Die Beschäftigten beider Branchen sind stinksauer. Im Einzelhandel wurden die Verhandlungen in der letzten Woche beendet, weil die Arbeitgeber uns nur in Trippelschritten entgegengekommen sind. Im Groß- und Außenhandel gibt es seit Mai kein verbessertes Angebot und die zuletzt angesetzte Verhandlung vom 9. Juli hat die Arbeitgeberseite kurzfristig abgesagt“, erklärt ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Die Arbeitgeber lassen nicht den Willen erkennen, mit uns zu einer fairen Einigung zu kommen. Stattdessen halten sie die Beschäftigten des Handels seit über vier Monaten hin. Mit den vorliegenden Angeboten sind wir noch immer meilenweit von einem Tarifabschluss entfernt.“

Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel hätten enorme Umsatzzuwächse erwirtschaftet, das skandalöse Verhalten der Arbeitgeber verschärfe aber den Konflikt. „Alle Beschäftigten des Handels, unabhängig davon, in welcher Teilbranche sie arbeiten, haben in der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet und tun dies noch immer. Dafür haben sie Respekt und Wertschätzung verdient. All dies muss sich nun endlich auch in einer fairen Bezahlung bemerkbar machen. Die Botschaft für Dortmund ist klar: Das unwürdige Spielen auf Zeit muss ein Ende haben!“, so Zimmer.

ver.di fordert in beiden Branchen 4,5% und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Im Einzelhandel fordert ver.di außerdem ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Aufgerufen sind Betriebe und Filialen von: Kaufland, Marktkauf, Primark, Douglas, Amazon, Esprit, Ikea, Porta Möbel Logistik, H&M, Saturn, TK Maxx, Zara, REWE, Edeka, Schnellkauf Handelsgesellschaft, Smyths Toys, Ratio Marktkauf, Galeria Karstadt Kaufhof, Lidl Lager, real, Sport Scheck, Lekkerland, Stricker, L. Stroetmann, Metro Deutschland, Handelshof C&C, bofrost, Thermo Fisher Scientific, Phoenix Pharmahandel, Edeka Foodservice, Schüco, Hans Hess, Hoberg und Driesch, Edeka Lager, Wera Werkzeug, Alliance Healthcare, Sanacorp, Ikea D&S, Sonepar, Thyssen Krupp Schulte und Thyssen Krupp Stainless. (V.i.S.d.P.)

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