Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ver.di: Keine Ausweitung von Sonntagsarbeit

Die Dienstleistungsgewerkschaft reagiert auf die Initiative "Selbstbestimmter Sonntag" - und gibt neuen Sonntagsöffnungszeiten eine Absage.

ver.di: Keine Ausweitung von Sonntagsarbeit.

„Wir wenden uns gegen jede unnötige Sonntagsarbeit oder eine Ausweitung von Sonntagsöffnungen. Denn die Zeche dafür zahlen die Beschäftigten und die gesamte Gesellschaft. Der Sonntagsschutz ist ein verfassungsrechtliches Gut, das der ökonomischen Verwertung Grenzen setzt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Debatte um mehr Sonntagsöffnungen verkenne zentrale Zusammenhänge, so Nutzenberger: „Ausgeweitete Öffnungszeiten fördern prekäre Beschäftigung, denn die Arbeitgeber decken diese fast nur noch durch Teilzeitkräfte ab, die hochflexibel arbeiten sollen. Zudem tragen längere Öffnungszeiten zu einer Monotonisierung der Innenstädte bei, denn vor allem große Unternehmen können sich verlängerte Öffnungszeiten leisten und verdrängen so kleinere Geschäfte. Damit wird dem Vernichtungswettbewerb im Handel weiter Vorschub geleistet.“

Die Daten aus der kleinen Anfrage zeigen unter anderem: Zwar wuchs die Beschäftigung im Einzelhandel zwischen 2007 und 2016 um 7,7%, Vollzeitstellen sind aber weiterhin rückläufig (minus 6%). Über 1,8 der etwas über 3 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel arbeiteten 2016 in Teilzeit bzw. als sogenannte Minijobber. Fast jeder dritte Beschäftigte (32,3%) erhielt 2014 nur einen Niedriglohn von weniger als zehn Euro brutto in der Stunde (plus 73,6%gegenüber 2006). Die Steuerzahler bezuschussten das Geschäftsmodell der Einzelhändler 2015 mit rund 1,4 Mrd. Euro (Aufstockerleistungen). Rund 70% der Beschäftigten arbeiten samstags. 2014 betrug der Umsatz im Einzelhandel 526 Mrd. Euro (plus 14,3% gegenüber 2009), im Versandhandel 35,7 Mrd. Euro (plus 88% gegenüber 2009). (ver.di)

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