Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ver.di: Fordert Tarifverhandlungen bei Real

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat nach der Tarifflucht des SB-Warenhauses Real das Unternehmen zu Tarifverhandlungen für die derzeit 34.000 Beschäftigten aufgefordert.

ver.di fordert Tarifverhandlungen für die 34.000 Beschäftigten. Bild: ver.di.

Nach der Tarifflucht des SB-Warenhauses Real hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) das Unternehmen zu Tarifverhandlungen für die derzeit 34.000 Beschäftigten aufgefordert. Einen entsprechenden Beschluss fasste 11. Mai 2018 die Tarifkommission der Gewerkschaft in Düsseldorf. Mit den Verhandlungen will ver.di bereits zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs für alle Beschäftigten von real zur Metro Services GmbH einheitliche Beschäftigungsbedingungen mit entsprechenden Tarifverträgen mit der Mehrheitsgewerkschaft sicherstellen. So könnten unnötige Auseinandersetzungen sowohl aufgrund juristischer Fragestellungen als auch Arbeitskampfmaßnahmen verhindert werden, so ver.di. Grundlage für die Tarifverhandlungen soll der Flächentarifvertrag der Gewerkschaft ver.di sein.

Die von der Real-Geschäftsführung per Aushang zugesagte „Gesamtzusage zum Bestandsschutz“ sei kein Vertrag, so die Gewerkschaft. „Wer es mit den Beschäftigten ernst meint, kann auch einen rechtsgültigen Tarifvertrag für sie abschließen“, erklärte das für den Handel zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „Ein Geschäftsmodell, das auf dauerhafte Absenkung der Löhne und Gehälter aufbaut, löst die Probleme des SB-Warenhauses real nicht“, so Nutzenberger weiter. Real/Metro versuche sich derzeit, „durch Tarif-flucht seiner Verantwortung zu entziehen“.

Zuvor hatte der Konzern in Verhandlungen mit ver.di eine bis zu 40prozentige Absenkung der Löhne und Gehälter der Beschäftigten gefordert. „Bei einem Monatsverdienst einer vollbeschäftigten Verkäuferin von rund 2.500 Euro brutto nach sechs Jahren im Beruf führt die von real geforderte Absenkung direkt in die Altersarmut“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. „Die Beschäftigten werden nicht die Managementfehler der Vergangenheit durch eine horrende Kürzung ihrer Gehälter bezahlen“, erklärte Stefanie Nutzenberger.

Die Tarifkommission sei sich ihrer Verantwortung für die Arbeitsplätze bei real bewusst, heißt es. „Deshalb ist für uns ein nachhaltiges Konzept des SB-Warenhauses zentral, damit das Unternehmen am Markt eine Zukunft hat. Die Illusion, durch Personalkosteneinsparung mehr Umsatz zu machen, ist allerdings eine Milchmädchenrechnung“, erklärte Nutzenberger. (Quelle: ver.di)

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