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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Verbraucherzentralen: Teller statt Tonne
Eine Delle im Apfel? Eine braune Stelle an der Banane? Häufig wird sehr reifes oder nicht mehr perfektes Obst und Gemüse einfach aussortiert. Im Einzelhandel findet jedoch langsam ein Umdenken statt. Wie ein aktueller, bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt, werden solche Produkte teils zu einem reduzierten Preis angeboten. Damit alle Supermärkte nachziehen, muss auch die Politik zukünftig mehr unterstützen. Anlässlich der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ machen die Verbraucherzentralen auf das Problem der Lebensmittelverschwendung aufmerksam.
Bereits 28% der besuchten Märkte bieten Verbraucherinnen und Verbrauchern preisreduziertes Obst und Gemüse an – so lautet das Ergebnis eines Marktchecks der Verbraucherzentralen. „Wir freuen uns, dass einige diese Möglichkeit gegen Lebensmittelverschwendung bereits wahrnehmen. Nun ist es wichtig, dass alle anderen Händler ebenfalls mitmachen“, erklärt Dr. Britta Schautz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Berlin. Für den Marktcheck wurden stichprobenartig deutschlandweit 25 Supermärkte und Discounter unter die Lupe genommen. Mit dabei waren Rewe, Edeka, Kaufland, Globus, Aldi, Lidl, Alnatura, Denn’s Biomarkt, Netto Markendiscount und Penny.
Verbraucherzentralen wünschen sich, dass alle Supermärkte nachziehen
Am besten ist es, wenn alle Handelsketten und Supermärkte Ware regelmäßig aussortieren und frühzeitig reduzieren. „Diese nicht mehr perfekten Lebensmittel müssen einfach zum normalen Bild in der Obst- und Gemüseabteilung dazugehören“, meint die Expertin und fügt hinzu: „Das hilft nicht nur, der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken, sondern führt auch zu einem Umdenken bei den Menschen. Verbraucherinnen und Verbraucher können so sensibilisiert werden, dass auch sehr reifes Obst und Gemüse noch gut und essbar ist.“ Auch eine ansprechende informative Präsentation der Ware, wie Beispiele im Marktcheck zeigen, trägt zur Wertschätzung von aussortiertem Obst und Gemüse bei.
Politik muss Handel bei Pflichtkennzeichnung unterstützen
Doch so einfach die Lösung auch sein mag, hier hakt es meist an unzureichenden Regelungen hinsichtlich der Kennzeichnungspflicht. „Händler müssen Verbraucherinnen und Verbraucher beim Verkauf von Obst und Gemüse unter anderem über die Herkunft, Sortenbezeichnung und vieles mehr informieren“, weiß Schautz und erklärt: „Hat ein Apfel nun braune Stellen und landet in einer Kiste für preisreduzierte Lebensmittel, fehlen die notwendigen Pflichtangaben, die sich eigentlich auf der Preisbeschilderung befinden.“ Hier wünscht sich die Verbraucherzentrale Berlin klare Handlungsanweisungen, von der Politik initiiert und im Einklang mit der Lebensmittelüberwachung sowie mit konstruktiven Vorschlägen für den Handel. Dies würde dem Handel den Umgang erleichtern und Hemmschwellen abbauen, um möglichst viele Märkte zum Mitmachen zu bewegen. Zudem könnten Verbraucherinnen und Verbraucher so vor Irreführung und Täuschung geschützt werden.
Der gesamte Marktcheck rund um das Thema Obst und Gemüse im Einzelhandel erscheint Ende des Jahres auf der Webseite www.verbraucherzentrale-berlin.de. (Verbraucherzentrale Berlin)

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