- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Verbände: Verhandlungsneustart der EU-Ök...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Verbände: Verhandlungsneustart der EU-Öko-Verordnung gefordert
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. und der Deutsche Fruchthandelsverband (DFHV) e.V. fordern eine praxisgerechte EU-Öko-Verordnung, die das Verbrauchervertrauen schützt und die positive Entwicklung des Bio-Markts unterstützt. Dies erklärten BNN und DFHV anlässlich der Fachmesse Fruit Logistica in Berlin, wo sich die weltweit wichtigsten Entscheider im Handel mit frischem Obst und Gemüse treffen. Nach fast drei Jahren Verhandlungen auf europäischen und nationalstaatlichen Ebenen bleibt der aktuelle Vorschlag an zahlreichen Punkten realitätsfern. Die Revision steckt in einer Sackgasse. DFHV und BNN fordern deshalb einen Neustart der Verhandlungen.
Für den Handel mit Bio-Produkten sind dabei besonders zwei Punkte von zentraler Bedeutung: die Importregeln und der Umgang mit Nachweisen von künstlichen Pflanzenschutzmitteln in Bio-Produkten. Europäische Verbraucher wünschen sich auch tropische Produkte in Bio-Qualität und sie möchten Bio-Produkte über das ganze Jahr verfügbar haben. Deshalb braucht der Handel funktionierende Verfahren für die Einfuhren aus allen Drittländern. Pestizide und andere Stoffe lassen sich durch die allgemeine Umweltkontamination auch in Bio-Produkten nicht vollständig vermeiden.
„Der Handel mit Bio-Produkten darf nicht durch unrealistische und überzogene Auflagen an die Unternehmen behindert werden. Wichtig ist, dass die Fälle von Pestizidnachweisen, die tatsächlich auf einen Verstoß gegen die Bio-Regelungen hinweisen, konsequent verfolgt werden“, fordert BNN-Geschäftsführerin Elke Röder.
Für DFHV-Geschäftsführer Dr. Andreas Brügger führt die Einführung von Bio-spezifischen Rückstandshöchstgehalten nur zur Verunsicherung beim Verbraucher. „Allerdings muss EU-weit eine harmonisierte und funktionierende Kontrolle der Bio-Importe gewährleisten werden.“ Der deutsche Fruchthandel begrüße auch die geplante Aufnahme der Bio-Import-Zertifikate in das elektronische EU-TRACES-System.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.