- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- VDMA: Vorsichtiger Optimismus in der Lan...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
VDMA: Vorsichtiger Optimismus in der Landtechnikindustrie - "Umsatz stabilisiert sich wieder"
Die Landtechnikindustrie am Standort Deutschland blickt auf ein wechselvolles Geschäftsjahr 2016 zurück. Mit einem Produktionsumsatz von 7,2 Mrd. Euro hat sich die Talfahrt der Vorjahre zwar deutlich verlangsamt, die Wachstumszone hat die Branche allerdings noch nicht wieder erreicht.
„Ein Minus von 2% ist natürlich noch kein Grund zum Jubeln, gibt jedoch Anlass zu vorsichtigem Optimismus, zumal auch die Erzeugerpreise, insbesondere für Milch, wieder spürbar anziehen“, sagt Dr. Bernd Scherer, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik.
Wachsende Auftragseingänge sorgen für Rückenwind
Stark wachsende Auftragseingänge geben der Industrie seit dem vierten Quartal des vergangenen Jahres Rückenwind. „Im Inland konnten wir ein Plus von 7% verzeichnen. In anderen Märkten, insbesondere außerhalb der EU, sind die Zuwachsraten ebenfalls nennenswert. Lediglich Frankreich, das wichtigste Zielland für deutsche Landmaschinenexporte, muss noch nachlegen“, erläutert Scherer. Die Nachfrage auf dem Heimatmarkt spielt mit einem Anteil von 26% nach wie vor eine wesentliche Rolle. Der Umsatz mit dem deutschen Handel sank 2016 allerdings um gut 9% unter das Niveau des Vorjahres.
Osteuropa meldet sich zurück
Besonders gut liefen die Landtechnikgeschäfte in den osteuropäischen Flächenstaaten Russland und Ukraine, die branchenweit als wichtige Zukunftsmärkte mit hohem Absatzpotential gelten. „Nach Jahren der Unsicherheit melden sich beide Märkte eindrucksvoll zurück. In Russland lag der Zuwachs bei 50%, in der Ukraine sogar bei 70%“, betont der Verbandsgeschäftsführer.
Produktsegmente entwickeln sich heterogen
Recht heterogen zeigt sich dagegen die Entwicklung der einzelnen Produktsegmente. Während der Traktorabsatz mit minus 3% etwas schwächer als das Gesamtgeschäft abschloss, waren die Verkäufe von Erntemaschinen, Melk- und Transporttechnik deutlich stärker rückläufig.
Mit einem annähernd zweistelligen Plus endete dagegen das Jahr für die Produzenten von Drill-, Sä- und Pflanzenschutztechnik.
Stabilisierungskurs setzt sich fort
Für 2017 rechnet der VDMA mit einer Fortsetzung des gegenwärtigen Stabilisierungskurses, wobei an den heimischen Landtechnikstandorten von Marktoberdorf bis Buxtehude ein Produktionsvolumen von insgesamt 7,1 Mrd. Euro realistisch sein dürfte. „Damit können wir von einer Seitwärtsbewegung auf solidem Niveau ausgehen“, resümiert Scherer.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.