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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Universität Göttingen: Ältestes geflügeltes Insekt der Welt
Das angeblich älteste komplett erhaltene geflügelte Insekt der Welt ist gar kein Insekt. Das hat ein internationales Forscherteam unter der Führung der Universität Göttingen herausgefunden. Das rund 360 Mio. Jahre alte Fossil war in Belgien gefunden und eine erste Analyse im vergangenen August veröffentlicht worden. Das Ergebnis der ausführlichen Nachuntersuchungen ist nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature erschienen. Demnach wurden in der Erstbeschreibung offenbar wesentliche Teile des Fossils falsch gedeutet.
Angeblich ältestes geflügeltes Insekt der Welt ist kein Insekt
Göttinger Wissenschaftler analysieren hunderte Aufnahmen von 360 Millionen Jahre altem Fossil
Das angeblich älteste komplett erhaltene geflügelte Insekt der Welt ist gar kein Insekt. Das hat ein internationales Forscherteam unter der Führung der Universität Göttingen herausgefunden. Das rund 360 Mio. Jahre alte Fossil war in Belgien gefunden und eine erste Analyse im vergangenen August veröffentlicht worden. Das Ergebnis der ausführlichen Nachuntersuchungen ist nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature erschienen. Demnach wurden in der Erstbeschreibung offenbar wesentliche Teile des Fossils falsch gedeutet.
So weist das Fossil beispielsweise mehr als die nur sechs für Insekten typischen Beine auf. Organische Reste wurden als Mundwerke und Augen interpretiert, für die es nach Ansicht der Göttinger Wissenschaftler keine überzeugenden Hinweise gibt. Darüber hinaus sind keine Flügelreste erhalten – die ursprünglichen Beschreiber des Fossils hatten es als noch ungeflügelte Larve eines im Erwachsenenstadium geflügelten Tieres beschrieben. Aus Sicht der Göttinger Wissenschaftler könnte es sich dabei jedoch eher um einen während seines Zerfallsprozesses fossilisierten Kleinkrebs handeln.
Die Nachuntersuchungen von Prof. Dr. Rainer Willmann, Leiter der Abteilung Morphologie, Systematik und Evolutionsbiologie der Universität Göttingen, und seinen Kollegen Dr. Thomas Hörnschemeyer und Dr. Sven Bradler waren aufwändig: Mit hoch auflösender Kameratechnik machten die Forscher hunderte Aufnahmen von dem nur acht Millimeter großen Fossil. Diese wurden rechnerisch zusammengesetzt und analysiert, ergänzt durch exakte Zeichnungen auf der Grundlage von Stereomikroskop-Untersuchungen. „Die Erkenntnis, dass es sich bei dem Fossil nicht um ein Insekt handeln könnte, ist von besonderem Interesse“, so Prof. Willmann. „Die frühe Evolution dieser Tiergruppe ist so gut wie unbekannt. Außerdem sind Insekten von herausragender Bedeutung, weil sie von allen Tiergruppen die meisten Arten umfassen und seit ihrem ersten Auftreten im Zeitalter des Devon eine wichtige ökologische Rolle einnehmen.“ (Universität Göttingen)

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