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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
UNIKA: Wichtiger Schritt zur Eindämmung bakterieller Krankheitserreger
Gleichzeitig bedrohen bakterielle Krankheiten akut den Kartoffelanbau, wie auch den Rübenanbau und einige Gemüsekulturen. Neu daran ist die Ausbreitung der Überträger der Krankheiten, die Schilf-Glasflügelzikaden, zu deren Eindämmung es bislang keinen wirksamen Schutz gibt. Die übertragenen Bakteriosen haben jedoch das Potenzial für massive Ertrags-, Qualitäts- und Lagerverluste, bis hin zum Totalausfall der betroffenen Kartoffelflächen.
„Wir setzen auf einen ganzheitlichen Lösungsansatz, der aus kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes besteht“, so Olaf Feuerborn, Vorstandsvorsitzender der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. (UNIKA). „Aktuell sind im Kartoffelanbau keine Pflanzenschutzmittel regulär zugelassen, um die Glasflügelzikaden als Überträger bakterieller Krankheitserreger zu bekämpfen. Dies ist jedoch dringend als kurzfristige Maßnahme erforderlich, um den Kartoffelanbau zu erhalten“, führt Feuerborn weiter aus. Der Vorsitzende der UNIKA begrüßt die Entscheidung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 23. April 2025 daher ausdrücklich, dass für verschiedene Pflanzenschutzmittel sogenannte Notfallzulassungen ausgesprochen worden sind. „Der Schutz der Kartoffelpflanzen vor Schaderregern ist ein bedeutender Baustein im Risikomanagement und dient ausschließlich zur kurzfristigen Absicherung dieses regional erzeugten Grundnahrungsmittels. Daher hatte die UNIKA die nun positiv beschiedenen Anträge auf Ausnahmegenehmigungen gestellt“. Gleichzeitig laufen bereits vielversprechende Forschungsinitiativen mit Blick auf langfristige Lösungen. „Uns fehlen derzeit noch zu viele Informationen, um dem Schaderreger begegnen zu können. Die Landwirtschaft benötigt dringend Unterstützung in der Forschungsförderung.“, betont UNIKA-Geschäftsführer Dr. Sebastean Schwarz. In Projekten wird die Verhaltensbiologie der Zikade untersucht, um z. B. abwehrende Duftstoffe zu nutzen. Neue Sorten mit angepasster Widerstandsfähigkeit, innovative Methoden wie RNAi-basierter Pflanzenschutz und weitere nachhaltige Ansätze befinden sich in Entwicklung – doch sie benötigen Zeit, um praxistauglich zu werden.

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