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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
UNIKA: Ohne Wasser keine Qualitätskartoffeln
Wie nachhaltige Lösungen in der Praxis aussehen, zeigt beispielhaft der Betrieb Agrikultur Pralle in Niedersachsen. Die Schwestern Anna und Julia Pralle führen den Familienbetrieb und bewirtschaften rund 65 Hektar Kartoffeln. Für sie ist klar: „Ohne Wasser können wir keine Marktware produzieren.“ Insbesondere auf leichten Böden ist eine gezielte Wasserversorgung durch Beregnung unverzichtbar – nicht nur zur Sicherung der Erträge, sondern auch für die Qualität der Kartoffeln. Wassermangel führt etwa zu Schorf oder Verwachsungen und vermindert deren Marktwert erheblich.Gleichzeitig achten die Betriebsleiterinnen konsequent auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource. Die Beregnung erfolgt bevorzugt nachts mit dem Ziel, Verdunstungsverluste zu reduzieren. Die Einsatzflächen werden zudem präzise geplant, um unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden. Neben praktischen Maßnahmen auf dem Feld gewinnt auch der Einsatz moderner Technologien an Bedeutung. Digitale Werkzeuge wie Sensoren oder satellitengestützte Systeme ermöglichen eine präzisere Steuerung der Bewässerung und tragen dazu bei, Wasser effizienter einzusetzen. Darüber hinaus setzen viele Betriebe – wie auch der der Familie Pralle – auf Zwischenfrüchte und Humusaufbau, um die Wasserspeicherfähigkeit der Böden zu verbessern und so langfristig Ressourcen zu schonen. Obwohl die Kartoffel hohe Ansprüche stellt, gilt sie im Umgang mit Wasser als effizient, da zusätzliche Beregnung sowohl Erträge steigert als auch die Qualität verbessert. Gleichzeitig bleibt eine ausreichende Wasserversorgung eine zentrale Herausforderung für die Branche. „Die Verfügbarkeit wird entscheidend dafür sein, wie zukunftsfähig die Kartoffelproduktion in Deutschland bleibt“, betont die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. (UNIKA). Forschung, technische Weiterentwicklungen und eine verantwortungsbewusste Bewirtschaftung müssen dabei eng ineinandergreifen.Das Beispiel des Betriebs Agrikultur Pralle verdeutlicht, wie vielfältig die Anforderungen an moderne landwirtschaftliche Betriebe sind und welchen Beitrag Frauen dabei leisten. Sie verbinden betriebliche Verantwortung mit fachlicher Expertise und tragen dazu bei, zentrale Herausforderungen wie den effizienten Ressourceneinsatz und die Anpassung an den Klimawandel zu bewältigen.

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