Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Uni Osnabrück und Leibniz-Institut: Joint Lab gestartet

Für eine nachhaltige Agrarwissenschaft und die Transformation zu einer zirkulären Bioökonomie ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) heutzutage unabdingbar.

Das ATB ist Pionier und Treiber der Bioökonomieforschung.

Dem tragen die Universität Osnabrück und das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) in Potsdam mit dem "Joint Lab Künstliche Intelligenz & Data Science" als gemeinsamen Einrichtung Rechnung. Es besteht im Kern aus einem Graduiertenkolleg zur Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden. Assoziierte Partner sind Agrotech Valley Forum, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Hochschule Osnabrück. Am Donnerstag, 12. Oktober, findet die offizielle Auftaktveranstaltung im Coppenrath Innovation Centre statt.

Seit dem 1. April fördert die VolkswagenStiftung die Kooperation im Rahmen des Programms „Spitzenforschung in Niedersachsen SPRUNG“ (ehemals „Niedersächsisches Vorab“) mit rund 6,7 Mio. Euro. Insgesamt 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Einrichtungen arbeiten zusammen mit zwölf Doktorandinnen und Doktoranden sowie drei Postdocs. Das Joint Lab ist ein erster großer Erfolg in der langfristigen Planung, in Osnabrück ein außeruniversitäres Forschungsinstitut als Außenstelle des ATB zu etablieren. 

Zum thematischen Hintergrund: Agrartechnik und Bioökonomie beeinflussen direkt die aktuellen Herausforderungen der Ernährungssicherung insbesondere in Zeiten des Klimawandels, der Biodiversitäts- und anderer Krisen. Sie wirken auf die Kernfragen der künftigen Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen der Gesellschaft. Die Bewältigung zentraler Herausforderungen der Zukunft wie die Anpassung an den Klimawandel erfordert neue innovative Methoden der Tierhaltung, des Pflanzenbaus, der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes in der Landwirtschaft sowie in den nachgelagerten Bereichen Lebensmittel und stofflicher Nutzung biogener Rohstoffe. Neben einer am Naturraum angepassten Landbewirtschaftung erfordern steigende Bevölkerungszahlen und der momentan exorbitante Verbrauch einen effizienten Einsatz von Ressourcen. 

Eine Kernidee des Joint Labs ist es, diesen Herausforderungen durch anwendungsspezifische KI- und Data Science-Technologien zu begegnen. Im Mittelpunkt dabei stehen Optimierung, Effizienzsteigerung und Automatisierung von agrartechnischen Prozessen. Das Arbeits- und Forschungsprogramm basiert auf den langjährigen Vorarbeiten und Ressourcen der beiden Partner: Von Seiten des ATB sind die Forschungsthemen des Joint Labs Präzisionspflanzenbau, Präzisionstierhaltung, Lebensmittelverarbeitung und Ernährung, Biomaterialien und Reststoffmanagement. Die Universität Osnabrück bringt ihre Expertise in KI und Data Science aus der Informatik, Kognitionswissenschaft, Mathematik sowie den Umweltsystem-/Biowissenschaften ein, die bereits in vielfältigen Projekten mit Partnern eingesetzt wurde.

Die Promovierenden, von denen die meisten zum 1. September ihre Tätigkeit aufgenommen haben, werden an beiden Standorten, also in Osnabrück und in Potsdam, forschen. Damit profitieren sie vom Expertenwissen aus beiden Bereichen mit dem Ziel, hochrelevante Erkenntnisse von der Grundlage bis in die Anwendung zu generieren und diese Forschungsergebnisse direkte landwirtschaftliche Anwendungen und Industrie zu transferieren. 

Zur Auftaktveranstaltung kommen rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und weitere Gäste. Grußworte werden ausgerichtet von Prof. Dr. Tina Cornelius-Krügel, Leiterin der Abteilung Hochschulen im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück, der Administrativen Direktorin des ATB, Alice Hohn, sowie Prof. Dr.-Ing. Cornelia Weltzien, Sprecherin des Joint Lab seitens des ATB. Als Geschäftsführender Direktor des DFKI, wird Prof. Dr. Joachim Hertzberg einen Vortrag über „On AI research going Agri in Agr[o/i]tech Valley“ halten. Dr. Masahiro Ryo, Professor für Umweltdatenwissenschaften an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, gibt einen Überblick über die bisherigen Forschungen auf diesem Gebiet. Prof. Dr. Martin Atzmüller, Sprecher des Joint Lab und Dr. Stefan Stiene, Professor für Intelligente Agrarsysteme der Hochschule Osnabrück, sprechen ebenfalls. Die Moderation übernimmt der Joint Lab-Sprecher Prof. Dr. Tim Römer.

Mit dem SPRUNG-Programm fördern das Land Niedersachen und die VolkswagenStiftung innovative und hochkompetitive Forschungsprojekte im Land. Ziel ist es, den Wissenschaftsstandort durch die Einrichtung und Förderung von Forschungsverbünden und -Schwerpunkten weiter zu stärken. (ATB)

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