Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Uni Hohenheim: Die Kartoffel-Rose

Viele kennen die Kartoffel-Rose von der Nordseeküste. Da sie dort gerne als Bodenbefestigung angepflanzt wird, ist sie auch als Sylter Rose bekannt. Trotz der schönen Blüten ist die Rose an den Küsten eine Plage - denn sie kann sich sogar übers Wasser verbreiten.

Die Kartoffel-Rose ist anspruchslos, sandige oder salzige Böden und Trockenheit machen ihr wenig aus. Zudem ist sie winterhart. Bild: F. Hezinger.

Die Hohenheimer Gärten präsentieren Rosa rugosa Thunb. in der Reihe „Was blüht“. Ursprünglich stammt Rosa rugosa aus Ostasien. 1796 wurde sie in botanische Gärten nach Europa importiert und anschließend als Gartenpflanze verbreitet. Mittlerweile gilt sie in weiten Teilen der Welt, vor allem in Europa, als invasiv.

Invasive Art verdrängt heimische Küstenpflanzen

Die Kartoffel-Rose ist anspruchslos, sandige oder salzige Böden und Trockenheit machen ihr wenig aus. Zudem ist sie winterhart.

Dank ihrer vegetativen Vermehrung durch Ausläufer und ihrem hohen Regenerationspotential, wächst sie schnell zu undurchdringbaren Hecken heran, was sie an den Nordseeküsten zu einer Plage macht. Durch Rodung kann sie kaum kontrolliert werden. Sie verdrängt dort seltene Pflanzenarten an der Küste, wie die Stranddistel oder die Dünenheide.

Die sommergrünen Sträucher werden bis zu 2m hoch und sind Tiefwurzler. Ihre Zweige sind dicht bestachelt und filzig behaart. Die oberseits dunkelgrünen, unterseits filzigen Blätter sind runzelig wie die Blätter einer Kartoffel. Der Gattungsname rugosa stammt von dem lateinischen Wort rugosus = runzelig ab.

Die Blüte bilden fünf große Kronblätter in weiß, violett oder rosa. Die ein bis drei Kelchblätter sind filzig, ganzrandig und bleiben an der Hagebutte haften. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten.

Juckende Samen und süße Marmelade – die Früchte der Kartoffel Rose

Die essbare, scharlachrote Hagebutte ist flach-rund und 2,5 cm breit. Sie wird zur Marmeladenherstellung verwendet. Oft sind die Früchte von Fruchtfliegenlarven befallen, die dort fressen und wohnen. Die behaarten, auf der Haut juckenden Samen werden über Vögel oder über das Wasser verbreitet.

Erstmals beschrieben wurde das Rosengewächs, aus der Familie Rosaceae, 1784 von Carl Peter Thunberg (1743-1828), einem schwedischen Mediziner und Naturforscher. (Uni Hohenheim)

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