Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Uni Hohenheim: Beteiligt sich an neuem Sonderforschungsbereich

Nitrate, Herbizide, organische Verbindungen oder Mikroschadstoffe aus Arzneimitteln und Kosmetika: wie sich diese Schadstoffe in Fließgewässern, Grundwasser und Boden verhalten, ist hochkomplex und im Detail meist wenig vorhersagbar.

Nitrate, Herbizide, organische Verbindungen oder Mikroschadstoffe aus Arzneimitteln und Kosmetika: wie sich diese Schadstoffe in Fließgewässern, Grundwasser und Boden verhalten, ist hochkomplex und im Detail meist wenig vorhersagbar. Wie derartige Schadstoffe unsere Landschaften tatsächlich langfristig belasten und verändern werden, untersucht jetzt ein neuer multidisziplinärer Forschungsverbund im Rahmen des Sonderforschungsbereiches CAMPOS. Beteiligt sind die Universitäten Tübingen, Hohenheim und Stuttgart sowie zwei Helmholtz-Zentren: Das Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in München und das Umweltforschungszentrum in Leipzig. Die DFG fördert den Sonderforschungsbereich 1253 ab 1. Januar 2017 für vier Jahre mit insgesamt 9,5 Mio. Euro. Sprecherhochschule ist die Universität Tübingen.

Während Schadstoffe wie organische Verbindungen, zum Beispiel Pflanzenschutzmittel, unter Laborbedingungen relativ schnell abgebaut werden, ist die Situation in der Natur ganz anders. Hier bleiben die Schadstoffe oft unerwartet lange erhalten. Grund dafür sind hochkomplexe Wechselwirkungen zwischen Schadstoffen, Gewässern, Böden, Pflanzen und Gestein.

Diesem Problem widmet sich jetzt der neue Sonderforschungsbereich „Catchments as Reactors: Metabolism of Pollutants on the Landscape Scale (CAMPOS, SFB 1253)“. Dabei wählt das multidisziplinäre Forschungsteam zwei Ansätze:
- Umfangreiche Feldstudien mit neuer Mess- und Analysetechnik. Als Forschungsgebiet wählten die Mitglieder des SFB den vielseitigen Landschaftsraum des Ammertals bei Tübingen.
- Neue Computer-Modelle, die das Verhalten der Schadstoffe mit möglichst wenig Voraussetzungen möglichst genau vorhersagen können.

Die Universität Hohenheim wird sich mit Prof. Dr. Ellen Kandeler, Prof. Dr. Thilo Streck, Dr. Christian Poll und Dr. Holger Pagel vom Institut für Bodenkunde und Standortslehre vor allem bei den Bodenuntersuchungen und den Computersimulationen einbringen. Prof. Dr. Streck ist bereits Sprecher der DFG Forschergruppe Regionaler Klimawandel (FOR 1695), die sich ebenfalls dem Thema neuer Computer-Modelle für komplexe Wechselwirkungen widmet.

Der neue Sonderforschungsbereich CAMPOS ist aus dem Kompetenzcluster Water & Earth System Science (WESS) hervorgegangen und eng verbunden mit der Graduiertenschule „Integrated Hydrosystem Modelling“ (RTG 1829). WESS war ein Kooperationsprojekt der Universitäten Tübingen, Stuttgart und Hohenheim mit dem Umweltforschungszentrum (UFZ) Leipzig, bei RTG 1829 ist die kanadische University of Waterloo Partner. (Uni Hohenheim)

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