Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Umfrage: Torfreduktion im öffentlichen Garten- und Landschaftsbau

Obwohl das Thema Torfreduktion in Kommunen selten verbindlich politisch festgelegt ist, wird es von nahezu der Hälfte der Kommunen bei Ausschreibungen und Dienstleisterbeauftragungen berücksichtigt. 46% der Städte und Gemeinden in Deutschland verzichten bereits vollständig auf Torf.

Infografik Torfnutzung in Kommunen. Bild: FNR/Papenfuss.

Städte und Gemeinden leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zum geplanten Torfausstieg Deutschlands im Rahmen der Klimaschutzziele 2030. Um die Torfnutzung im kommunalen Garten- und Landschaftsbau weiter zu reduzieren, bedarf es klarer politischer Zielvorgaben, praktischer Informationen zu Anwendungsmöglichkeiten von Torfalternativen sowie lokale Grüngutkompost-Konzepte. Das geht aus der repräsentativen Umfrage „Torfnutzung in Kommunen 2023“ hervor, die von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt wurde.

Untersucht wurden Klima-Bewusstsein, gärtnerische Praxis und Einkaufsverhalten in kommunalen Grünflächenämtern. Die Befragung richtete sich an Mitarbeitende, die mit der Beschaffung, der Auswahl oder dem Einsatz von Erden und Substraten betraut sind.

Klima-Bewusstsein

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Bewusstsein über die negativen Umweltauswirkungen von Torf im kommunalen GaLaBau weit verbreitet, wenn auch nicht flächendeckend ist: 73% der Befragten ordnen Torf als fossilen Rohstoff ein, während 24% ihn als nachwachsenden Rohstoff betrachten.

Gärtnerische Praxis

In den letzten Jahren wurde Torf in vielen Bereichen durch andere Erden ersetzt. 46% der Befragten geben an, dass in ihrem Zuständigkeitsbereich gar keine torfhaltigen Erden mehr verwendet werden. Dennoch gibt es noch Raum für Verbesserungen. Die größten Einsparpotenziale für Torferden gibt es bei Anwendungen von Zierpflanzen, vor allem im Wechselflor oder auf Friedhöfen sowie bei der Bodenverbesserung.

Grüngutkompost ist der am häufigsten genutzte Torfersatzstoff (66%), gefolgt von Rindenhumus (57%) und Holzfasern (35%).

Einkaufsverhalten

Obwohl das Thema Torfreduktion in Kommunen selten verbindlich politisch festgelegt ist, wird es von nahezu der Hälfte der Befragten bei Ausschreibungen und Dienstleisterbeauftragungen berücksichtigt. Bei der Beschaffung von Pflanzenerden sind vor allem Produkteigenschaften wie Wasserspeicherkapazität, Störstofffreiheit und Nährstoffgehalt relevant. Der Preis ist ein wichtiges, aber untergeordnetes Kriterium.

Insgesamt bekräftigen die Umfrageergebnisse die Notwendigkeit einer verstärkten Sensibilisierung für Torfreduktion und einer konkreten Verankerung in kommunalen Leitlinien. Die öffentliche Hand wird dabei als entscheidender Akteur im Torfausstieg in Deutschland betrachtet. (FNR)

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