Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Umfrage: Mehrheit lehnt Friedhofszwang für Urnen ab

Zwei Drittel der Deutschen halten den bestehenden Friedhofszwang für Urnen für veraltet. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas aus Königswinter.

Im Auftrag von Aeternitas fragte das Institut TNS Emnid Ende März dieses Jahres die Bundesbürger, was sie über den Friedhofszwang für Urnen denken. Im Ergebnis halten 65% der Befragten diesen für veraltet (37% "eher veraltet" und 28% "sehr veraltet"). 33% meinen, der Friedhofszwang sei zeitgemäß (21% "eher zeitgemäß", 12% "sehr zeitgemäß"). Schon 2010 hatte eine repräsentative Umfrage von Aeternitas ein ähnliches Bild ergeben, dessen Tendenz sich weiter verstärkt hat. Damals sprachen sich 58% der Deutschen dagegen (veraltet) und 40% (zeitgemäß) dafür aus. 

Der in Deutschland herrschende Friedhofszwang steht immer wieder in der Diskussion. Viele Menschen fordern, diese Pflicht - zumindest für Urnen - abzuschaffen oder wenigstens zu lockern. Manch einer möchte zum Beispiel die Asche von Verstorbenen mit nach Hause nehmen, in der Natur beisetzen oder in Flüssen oder Seen verstreuen. Die einzig übliche legale Ausnahme in Deutschland stellt jedoch nur die sogenannte Seebestattung von Urnen in Nord- oder Ostsee dar. Daneben erlauben einige Landesbestattungsgesetze unter bestimmten Umständen Aschebeisetzungen auf privatem Grund. Die Regelungen sind allerdings so restriktiv gefasst, dass sie in der Praxis nur eine marginale Rolle spielen. Die immer populäreren Baumbestattungen in speziellen Bestattungswäldern hingegen gelten nicht als Ausnahmen vom Friedhofszwang, da die entsprechenden Areale rechtlich als Friedhofsflächen ausgewiesen sind. 

Angesichts der Umfrageergebnisse und der Wünsche vieler Bürger gibt der Aeternitas-Vorsitzende Christoph Keldenich zu bedenken: "Wir können die bestehende Bestattungskultur nicht unverändert bewahren, wenn ein großer Teil der Menschen sich darin nicht mehr wiederfindet." Aeternitas plädiere dafür, die Friedhöfe zu erhalten und weiterzuentwickeln. Doch gleichzeitig müsse über liberalere Gesetze nachgedacht werden. Diese könnten zum Beispiel den Willen der Verstorbenen in den Mittelpunkt stellen und Rahmenbedingungen für eine Urnenbeisetzung an geeigneten Orten regeln. 

In den meisten anderen europäischen Staaten besteht kein Friedhofszwang für Urnen bzw. Totenasche, was die Diskussion hierzulande weiter anheizt. Praktisch und rechtlich stellt es kein Problem dar, eine Urne ins Ausland zu transportieren oder einen Verstorbenen dort einäschern zu lassen. Immer mehr Bundesbürger nehmen deshalb Angebote im Ausland wahr, wie zum Beispiel Bergbach-, Fluss- oder Almbestattungen oder das Verstreuen der Asche von Heißluftballons aus. 

Manch Hinterbliebener hierzulande macht sich auch die Gesetze des europäischen Auslands zunutze und lässt sich in Ländern wie Tschechien, Schweiz oder den Niederlanden die Urne mit der Asche der Verstorbenen aushändigen. Eine unbekannte Zahl von Urnen findet dann den Weg zurück nach Deutschland. Diese unterliegen hierzulande zwar wieder deutschem Recht, werden aber entgegen den bestehenden Vorschriften von Angehörigen zuhause verwahrt oder außerhalb von Friedhöfen beigesetzt. 

Für die Meinungsumfrage befragte das Institut TNS-Emnid im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas Ende März 2013 eine repräsentative Auswahl von 1.005 Bundesbürgern über 14 Jahren. (Quelle: Aeternitas ) 

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