Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Ufen: Gesellschaftliche Verantwortung für heimische Gemüseproduktion

Bezahlbare frische und gesunde Lebensmittel wie Gemüse sind ein hohes soziales Gut und müssen von den politischen Akteuren auch endlich so wahrgenommen werden, stellt der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau (ZVG), Christian Ufen, klar.

Heimischer regionaler Gemüseproduktion. Bild: GABOT.

Im Rahmen seines Grußworts auf der Tagung der Gemüse-Selbstvermarkter am 14. Februar 2025 in Esslingen bei Stuttgart betonte er: „Die Gemüsebaubetriebe brauchen endlich wieder mehr Freiräume, um agieren zu können, sich zu entwickeln und zu investieren, um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten.“ Zukünftig werde es durch die Klimaveränderung dazu kommen, dass Mitteleuropa und insbesondere Deutschland mehr Verantwortung für die Versorgung mit frischem Gemüse von Südeuropa übernehmen müsse. Dieser sollte sich nicht entzogen werden und die Augen vor dem anhaltenden Strukturwandel und der Rezession in der Branche geschlossen werden.

Als Lösungsansätze nannte Ufen die Ausnahme vom weiter steigenden Mindestlohn für die Landwirtschaft insgesamt, das Bekenntnis Deutschlands zum Pflanzenschutz sowie wirksame Maßnahmen gegen zu hohe Energiekosten und Auflagen zur Energieeffizienz. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe innerhalb Europas wieder herzustellen, muss zwingend eine 1:1-Umsetzung von EU-Verordnungen erfolgen und keine nationalen Alleingänge ausgehandelt werden, die zu einer Verzerrung des Marktes führen.

„Eine heimische regionale Gemüseproduktion ist nicht nur wichtig für die Ernährungssouveränität des Landes in Krisenfällen, es obliegt der Bundesregierung auch dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedienungen so ausgestaltet sind, dass sich die Bevölkerung diese Lebensmittel auch leisten kann“, schließt Ufen seine Rede ab. (ZVG/BFG)

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