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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Torfgewinnung und Moorschutz: Beides ist vereinbar
Torfabbau und Moorschutz stehen seit langem in der politischen Diskussion. Das Aktionsprogramm Klimaschutz der Bundesregierung setzt hier aktuell neue Ziele. In Niedersachsen läuft die Novellierung des Landesraumordnungsprogramms, das Vorranggebiete für den Torfabbau streichen will.
Der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) hat sich frühzeitig für die Verwendung von Alternativen zu Torfsubstraten im Gartenbau eingesetzt. Doch diese stehen auch heute noch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung oder weisen im Vergleich zu Torfsubstraten für die Pflanzenproduktion oft eine zu geringe Qualität auf.
Für den Gartenbau betont ZVG-Präsident Jürgen Mertz: „Der Gartenbau bekennt sich zu einem verantwortungsvollen und klimaschonenden Torfabbau. So werden in Deutschland keine intakten Moore für die Torfgewinnung genutzt. Vielmehr wird für den Abbau in der Regel auf landwirtschaftlich vorgenutzte, vor über hundert Jahren entwässerte Flächen zurückgegriffen. Nach der Nutzung werden die Flächen wiedervernässt.“
Die von der niedersächsischen Landesregierung geplante Änderung des Landesraumordnungsprogramms bedeutet faktisch eine Stilllegung fast der gesamten deutschen Torfproduktion. Damit hat eine landespolitische Reform bundesweite Ausstrahlung für den Gartenbau. Mertz weist darauf hin, dass trotz der Fortschritte bei der Verwendung alternativer Substratstoffe, Torf für den Profigartenbau auch heute noch unverzichtbar ist. Er appelliert in einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten aus Niedersachsen, dass die Politik gemeinsam mit Torfindustrie, Gartenbau und Landwirtschaft ein Zukunftskonzept für eine nachhaltige Torfgewinnung entwickeln solle. „Dabei müssen wir den Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung berücksichtigen“, fordert der ZVG-Präsident abschließend. (ZVG)

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