Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

toom: Hängt Plastiktüten an den Nagel

Auch im losen Verkauf von Eisenwaren setzt toom ab 2020 auf Papiertüten.

Papier statt Plastik: Ab 2020 bietet toom seinen Kunden auch im hauseigenen Eisenwarenshop Papier- statt Plastiktüten für die Einzelabfüllung von Schrauben, Nägeln und Co. an. Bild: toom.

Jeder Deutsche verbraucht im Jahr laut dem Umweltbundesamt rund 37 Kilogramm Plastikmüll, das sind umgerechnet 1.800 Plastiktüten. Die globalen Folgen des Kunststoffkonsums sind unter anderem massige Mülldeponien, Plastikteppiche in den Meeren und Mikroplastik in den Nahrungsketten. In Deutschland will das Umweltministerium daher nun ab 2020 Einwegplastiktüten im Handel gesetzlich abschaffen. Unter dem Motto „vermeiden, verringern, verbessern“ entwickelt toom bereits seit einigen Jahren ein immer nachhaltigeres Sortiment. Im losen Verkauf von Eisenwaren spart toom ab Januar 2020 durch die Umstellung von Plastik- auf Papiertüten jährlich zehn Tonnen Kunststoff und damit 6 Tonnen CO2 ein.

Ob riesige Müllstrudel in den Ozeanen, Plastik im Eis der Arktis oder angespülte Plastiküberreste an den Stränden der Welt – Plastik ist mittlerweile überall. Und dass dies nicht nur Privatsache ist, sondern ebenso Änderungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene erfordert, zeigt der Gesetzentwurf des Umweltministeriums, Plastiktüten gesetzlich verbieten zu lassen. toom ist diesem Entwurf schon knapp zwei Jahre zuvorgekommen und hat bereits seit 2018 alle Einwegkunststofftüten aus seinen Märkten verbannt. Durch den Einsatz von Mehrwegtüten konnte die REWE Group-Tochter seitdem 470.000 Plastiktüten im Jahr einsparen.

Nun folgen den Plastiktüten an den Kassen auch die Tüten im hauseigenen Eisenwarenshop. Neben den verpackten Eisenwarensets (FSC-zertifizierten Kartonagen) hat der Kunde in der Eisenwarenabteilung seit dem Jahr 2016 die Möglichkeit, Einzelschrauben, Nägel und Co. je nach Projektbedarf auszuwählen und als Stückware zu erwerben. Die Abfüllung findet ab Januar 2020 allerdings nicht mehr in Kunststofftüten, sondern in kleineren Papiertüten statt. „Somit ersetzen wir weitere 2,5 Millionen Kunststofftüten durch die Papiervariante. Mit der Umstellung können wir jährlich insgesamt zehn Tonnen Kunststoff und damit umgerechnet sechs Tonnen CO2 einsparen“, so Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf und Logistik und für Nachhaltigkeit bei toom verantwortlich. (toom)

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