Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ThüringenForst: Forscht an Resistenzprogramm gegen Eschensterben

Das erstmals 2009 in Thüringen beobachtete Eschentriebsterben hat sich rasant im ganzen Freistaat verbreitet. Es steht zu befürchten, dass die Esche in den heimischen Wäldern bei weiterer Krankheitsausdehnung seltener anzutreffen sein wird.

Das erstmals 2009 in Thüringen beobachtete Eschentriebsterben hat sich rasant im ganzen Freistaat verbreitet. Es steht zu befürchten, dass die Esche in den heimischen Wäldern bei weiterer Krankheitsausdehnung seltener anzutreffen sein wird. Ein bisher in unseren Breiten unbekannter, aus Ostasien stammender Schlauchpilz infiziert die Eschentriebe aller Altersklassen, sodass es je nach Vitalität des Baumes zum Zurücksterben der Krone, dann oft zum Absterben des Baumes kommt. Doch jetzt schöpfen die Forstschutzexperten bei ThüringenForst Hoffnung: Forschungen aus Nordeuropa zeigen, dass die Resistenz gegen diese Krankheit genetisch bedingt ist und sich vererben lässt. Auch in Thüringen laufen seit 2012 Untersuchungen in dieser Richtung. Diese werden jetzt verstärkt.

„Wir haben die Hoffnung, resistentes Pflanzmaterial aus Eschen gewinnen zu können, welche in der Lage sind den Erreger abzuwehren und offensichtlich ohne größeren Vitalitätsverlust eine Infektion zu überstehen. Dies würde die Rettung der Esche als forstwirtschaftlich wie ökologisch wichtigen Waldbaum voranbringen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Denn die Experten beobachteten, dass unmittelbar neben befallenen Eschen immer wieder Einzelexemplare scheinbar völlig oder nahezu frei von Schadsymptomen waren. Seit dem Sommer 2012 wurden einige dieser Exemplare durch die Förster erfasst, markiert und geschützt. 2014 entnahmen Experten Reisermaterial, aus dem nun Pflanzen gezogen werden. In Freilandversuchen erfolgt später eine künstliche Infektion dieser Jungpflanzen mit dem gefährlichen Schlauchpilz. Bestätigt sich die Resistenz der Mutterbäume, könnte eine neue, weitgehend tolerante Eschengeneration in Thüringen etabliert werden.

Sorge bereitet gleichwohl eine mögliche Verarmung der genetischen Diversität dieser „neuen“ Eschengeneration, die sich dann womöglich den Umweltveränderungen wie etwa dem Klimawandel weniger gut anpassen kann. Ebenso besteht Gefahr, dass sich die Virulenz des Erregers erhöht und dieser auch die vorhandene Resistenz dieser „neuen“ Eschen überwinden kann.

Als seien diese Risiken nicht schon genug, steht auch noch ein neuer Eschenschädling vor der Tür: Der Asiatische Eschenprachtkäfer hat von Osten einwandernd mittlerweile die Region Moskau erreicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er in Thüringen erstmals gesichtet wird.

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