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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Thüringen: Obstbetriebe erwarten Ertragseinbußen
Auf der 810 Hektar umfassenden ertragsfähigen Anbaufläche von Äpfeln liegt der geschätzte Ertrag bei 3,9 Tonnen je Hektar und unterschreitet somit den Vorjahresertrag um 87% sowie das langjährige Mittel der Jahre 2018/2023 um 86% (-22,8 Tonnen je Hektar). Die voraussichtliche Erntemenge beläuft sich auf rund 3.135 Tonnen Äpfel (-20.800 Tonnen bzw. -87% zum Vorjahr). Bei Pflaumen und Zwetschen wird der ersten Schätzung zufolge ein Ertrag von 1,1 Tonnen je Hektar prognostiziert, was einem Rückgang von 10,6 Tonnen je Hektar bzw. 91% gegenüber dem Vorjahresertrag und 10,4 Tonnen je Hektar bzw. 90% gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2018/2023 entspricht. Es wird mit einer Erntemenge von 170 Tonnen gerechnet. Die ertragsfähige Anbaufläche der Pflaumen und Zwetschen beträgt 158 Hektar.
Auf rund 21 Hektar erfolgt der Anbau von Mirabellen und Renekloden. Auch bei diesem Baumobst ist nach dieser ersten Schätzung bei einem Ertrag von rund einer Tonne je Hektar ein Verlust von mehr als 90% zum Durchschnittsertrag des Vorjahres sowie dem langjährigen Mittel zu verzeichnen (-9,6 Tonnen je Hektar).
Für die Süßkirschen wird ein Hektarertrag von 1,1 Tonnen erwartet. Jeweils um mehr als drei Viertel unterschritten wird nach dieser Schätzung der Ertrag gegenüber dem vergangenen Erntejahr (-4,9 Tonnen je Hektar bzw. -82%) und dem langjährigen Mittel der Jahre 2018/2023 (-5,3 Tonnen je Hektar bzw. -83%). Es wird mit einer Erntemenge von rund 300 Tonnen gerechnet. Dies sind gegenüber dem Vorjahr 1.340 Tonnen bzw. 82% weniger Süßkirschen.
Die Prognose bei den Sauerkirschen beläuft sich auf 4,3 Tonnen je Hektar. Diese Ertragsschätzung liegt um mehr als die Hälfte (-5,3 Tonnen je Hektar bzw. -56%) unter dem Ergebnis des vergangenen Jahres. Der langjährige Durchschnitt der Jahre 2018/2023 wird um 5,6 Tonnen je Hektar bzw. 57% unterschritten. Insgesamt wird eine Erntemenge von rund 680 Tonnen Sauerkirschen erwartet (-860 Tonnen bzw. -56% gegenüber dem Jahr 2023).

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