Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

T&G Global: Züchtungsprogramm "Hot Climate Programme"

Die BayWa-Tochter T&G Global ist exklusiver Partner bei der weltweiten Vermarktung hitzetoleranter Kernobstsorten.

Die BayWa-Tochter T&G Global ist exklusiver Partner bei der weltweiten Vermarktung hitzetoleranter Kernobstsorten. Bild: BayWa.

Im Rahmen des Züchtungsprogramms „Hot Climate Programme“ treibt die BayWa Tochter T&G Global, Marktführer im neuseeländischen Obstgeschäft, die weltweite Vermarktung von Apfel- und Birnensorten für heiße Klimate voran. Die Neuzüchtungen zeichnen sich durch eine hohe Toleranz gegenüber Hitze und Wasserknappheit aus und sind robuster gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Das Züchtungsprogramm war 2002 auf Basis natürlicher Kreuzungen von der Staatlichen Forschungsanstalt für Landwirtschaft Kataloniens IRTA sowie dem neuseeländischen Forschungsinstitut Plant & Food Research aufgelegt worden. Für die Vermarktung der neuen Sorten wurde T&G Global jetzt exklusiv als kommerzieller Partner für das Züchtungsprogramm ausgewählt.

Der Klimawandel und seine Folgen stellen die Obstproduzenten weltweit vor große Herausforderungen. Zunehmende Hitze und Trockenheit erhöhen das Risiko für Sonnenbrand, Probleme bei der Farbentwicklung und Textur, Schädlingsbefall und Krankheiten. Ertrags- und Qualitätseinbußen sind die Folge. Durch den Anbau hitzetoleranter Sorten ist indes auch in Zukunft, unter dem Einfluss klimatischer Veränderungen, die Versorgung des Lebensmitteleinzelhandels mit qualitativ hochwertigen Äpfeln und Birnen gewährleistet.

Auslöser für das Hot Climate Programme 2002 waren die zunehmenden Qualitätsprobleme, mit denen sich spanische Obstproduzenten, vor allem in der Region Katalonien, konfrontiert sahen. Ihre traditionellen Apfel- und Birnensorten litten während der warmen Jahreszeit zunehmend unter Sonnenbrand, Problemen bei der Rotfärbung, zu weichem Fruchtfleisch und – nach der Ernte – einer geringeren Lagerfähigkeit. In der Folge wurden im Rahmen des Hot Climate Programme hitzetolerante Apfel- und Birnensorten mit entsprechendem Vermarktungspotenzial selektiert, die unter dem Einfluss des Klimawandels in Zukunft auch für andere Anbaugebiete interessant werden dürften.

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