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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Tabak ist die Giftpflanze des Jahres 2009
Seit fünf Jahren veranstaltet der Botanische Sondergarten Hamburg-Wandsbek die Wahl zur „Giftpflanze des Jahres“ mit dem Ziel, eine aktive Auseinandersetzung mit dem Themenbereich der Giftpflanzen zu fördern. Dass der Tabak zur Giftpflanze 2009 gewählt wurde, war nicht überraschend: Immerhin enthält er in allen Pflanzenteilen das hochgiftige Alkaloid Nikotin. Entwarnung gibt es für Ziertabak-Arten: Die 30 bis 150 Zentimeter hohen Sommerblumen mit ihren großen weißen, roten, gelben und grünlichen Blüten enthalten nur einen Bruchteil des Alkaloids, das die zur Tabakgewinnung angebauten Pflanzen bilden.
Das in den Pflanzenwurzeln gebildete Nikotin wird in die Blätter transportiert und schützt die Pflanze so vor Fraßschädlingen. Diese Eigenschaft hat man sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunutze gemacht und hochkonzentrierte Nikotinlösungen als biologische Pflanzenschutzmittel gegen fressende Pflanzenschädlinge eingesetzt. In Deutschland lag der Bedarf 1939 bei 80 Tonnen Rohnikotin.
Welche Nebenwirkungen diese Mittel auf die Gesundheit des Menschen haben können, wurde damals noch wenig beachtet. Auf Tabakplantagen erkrankten Erntearbeiter oft an der „Green-tobacco-sickness“, denn die Blätter enthalten zwischen 2,5 und 6 Gewichtsprozent des Alkaloids. Nikotin wird auch über die Haut gut aufgenommen und kann bei Erwachsenen bereits in einer Dosis von 40 bis 60 Milligramm tödlich wirken. Bis in die 1970er Jahre war Nikotin als Wirkstoff für den ökologischen Landbau zugelassen, wurde aber in Deutschland wegen der hohen Giftigkeit verboten. Seit Dezember 2008 gilt dieses Verbot EU-weit.
Heute ist die Tabakpflanze Nicotiana eher durch die aktuellen Rauchverbote in die Diskussion geraten. In Deutschland hält sich der Tabakanbau mit etwa 4.640 Hektar (2003) in engen Grenzen. Tabakpflanzen gehören übrigens wie die Tomaten, Kartoffeln oder der Stechapfel zu den Nachschattengewächsen. Die erste Beschreibung der Tabakpflanze und der Rauchsitten der Indianer soll der Mönch Romano Pane, ein Begleiter von Columbus, 1496 abgegeben haben. (Quelle: Profil-Online)

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