Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

SVLFG: Kranke Buchen sicher fällen

Wenn die Buchenkomplexkrankheit Bäume befällt, sterben sie besonders schnell ab. Um Unfälle bei der Fällung zu vermeiden, dürfen nur erschütterungsfreie Arbeitsverfahren eingesetzt werden.

Wenn die Buchenkomplexkrankheit Bäume befällt, sterben sie schnell ab. Bild: SVLFG.

Trockenheit, Schädlinge und Krankheiten schädigen in diesem Jahr nahezu jede Baumart. Aktuell werden vorrangig kranke oder absterbende Buchen eingeschlagen, um der völligen Entwertung des Holzes durch die Buchenkomplexkrankheit vorzugreifen. Diese Fällarbeiten sind besonders gefährlich.

Laub verhindert verlässliche Beurteilung

Beim Einschlag im belaubten und auch teilbelaubten Zustand lassen sich verborgene Totholzäste, ein Kontakt zu Nachbarbäumen, das hohe Kronengewicht, die Windwirkung in der Krone und ähnliche Risikofaktoren nicht verlässlich beurteilen. Hinzu kommen in diesem Jahr absterbende Buchen, die bereits zopftrocken sind. Die Bäume haben nur noch eine schüttere Belaubung oder sind bereits vollständig entlaubt. Außerdem sind oft bereits Stammfäulen bis in den Kronenraum festzustellen. Diese Buchen leiden unter der sogenannte Buchenkomplexkrankheit, die derzeit besonders rasant abläuft und die Bäume in kürzester Zeit absterben lässt.

Sicherheitsfälltechnik und Seilwinde

Der Einsatz eines Holzvollernters (Harvester) wäre grundsätzliche die sicherste Lösung, um die kranken Bäume zu fällen. In den betroffenen Wäldern ist der Einsatz aber häufig nicht möglich. Kommt deshalb nur eine motormanuelle Fällung in Frage, müssen die Bäume erschütterungsfrei eingeschlagen werden, da sich der Zerfallszustand der Krone und die Fäule im Stamminneren und in der Krone nicht einschätzen lassen. Die SVLFG rät, zur Fällung konsequent eine Forstseilwinde einzusetzen. Das Arbeitsverfahren hat sich bundesweit bewährt. Es fußt auf der Sicherheitsfälltechnik mit unterschnittenem Sicherheitsband. Das Seil wird vom Boden aus eingebracht. Dieses Vorgehen ist derzeit das sicherste motormanuelle Verfahren, wenn in Beständen gearbeitet wird, die von der Buchenkomplexkrankheit betroffenen sind. Wer mit herkömmlichen Schlagkeilen arbeitet, der riskiert, dass er von Ästen und abrechenden Baumteilen getroffen, und dabei schwer verletzt wird.

Die bereits am Markt erhältlichen ferngesteuerten Fällkeile scheinen zudem eine Alternative zu den herkömmlichen Schlagkeilen und den mechanischen oder hydraulischen Fällkeilen zu sein. Die Praxiserfahrungen mit diesen Lösungen sind noch abzuwarten. (SVLFG)

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