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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Studie: Die agrarökologische Leistung kleinbäuerlicher Betriebe
Kleinbäuerliche, lokal vernetzte Betriebe können diesem Trend entgegenwirken und die Agrobiodiversität stärken. Ihr Beitrag zur agrarökologischen Transformation ist jedoch bislang nur unzureichend erforscht. Im Projekt MultiCAS („Multi-dimensional performance assessment of complex agroecological systems“) entwickeln Forschende unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ein multidimensionales Instrument zur Bewertung der agrarökologischen Leistungsfähigkeit. Sie berücksichtigen dabei lokale ökologische, soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und werden auch Maßnahmen zur Förderung der agrarökologischen Transformation identifizieren. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das im Juni gestartete Projekt für drei Jahre mit rund 330.000 Euro, kofinanziert wird es durch die Europäische Union (EU) im Rahmen der Agroecology Partnership.
Der Fokus bei MultiCAS liegt auf kleinbäuerlichen Betrieben, die in kurze Lebensmittelversorgungsketten mit engen Beziehungen zwischen Erzeugerinnen und Erzeugern sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern eingebunden sind. Das von der Welternährungsorganisation FAO entwickelte Bewertungstool TAPE (Tool for Agroecological Performance Evaluation) wird dabei praxisnah weiterentwickelt, um die Landwirtschaft besser an regionale Bedingungen anpassen zu können. In einem gemeinschaftlichen Prozess mit Landwirtschaft, Politik sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern entstehen in Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien und der Türkei sogenannte Living Labs als Testfelder für die Praxis. Das deutsche Living Lab wird von Forschenden der JLU in Hessen eingerichtet und mehrere Betriebe der Solidarischen Landwirtschaft umfassen.
Die JLU ist im Projekt MultiCAS durch Dr. Wiebke Niether, Jocelyn Parot und Anna Schmidt (alle von der Professur für Ökologischen Landbau) vertreten, unterstützt vom Zentrum für nachhaltige Ernährungssysteme (ZNE) und dessen Koordinatorin Dr. Irina Solovieva. An der JLU ist das Arbeitspaket angesiedelt, das Indikatoren für agrarökologische Leistungsfähigkeit entwickelt. Dafür nutzen die Forschenden neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch das Feedback von Partnerinnen und Partnern aus der Praxis.
An MultiCAS beteiligt sind neben der federführenden JLU die Universität Bologna (Italien), der Universität Côte d’Azur (Frankreich), das International Network for Community Supported Agriculture URGENCI (Frankreich), die Universität von Ljubljana (Slowenien), die Cankaya Universität sowie die Four Seasons Ecological Living Association (beide Türkei).

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