Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Strom: Trotz sinkender EEG-Umlage teurer

Der HDE fordert eine fairere Finanzierung der Energiewende.

Trotz der sinkenden EEG-Umlage wird der Strom für Einzelhändler und Privathaushalte wohl teurer. Bild: GABOT.

Eine fairere Finanzierung der Energiewende fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) mit Blick auf die verkündete Absenkung der EEG-Umlage. Denn auf Grund von überproportionalen Belastungen im System wird der Strom im kommenden Jahr für Handel und Privatverbraucher wohl trotzdem teurer. „Die verminderte EEG-Umlage führt nicht zu einer Entlastung für Privathaushalte und Handel. Strom wird durch wachsende Beschaffungspreise an der Börse voraussichtlich sogar eher noch teurer“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der deutsche Einzelhandel wird im Jahr 2019 voraussichtlich allein für die Umlage rund 2,25 Mrd. Euro aufbringen. In den vergangenen Jahren hat die Branche über die EEG-Umlage 10% der Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien geschultert, obwohl sie nur für rund 6% des Strombedarfs steht. „Die Energiewende braucht ein neues und faireres Finanzierungssystem. Ansonsten bleiben die Ungerechtigkeiten mit überproportional hohen Belastungen für Handel und Privathaushalte weiterhin bestehen. Das gefährdet die Akzeptanz des gesellschaftlichen Mammutprojektes Energiewende“, so Genth weiter.

Der HDE fordert deshalb schon seit langem, dass die EEG-Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien durch einen CO2-Mindestpreis ersetzt wird, um einen verursachergerechten Ansatz zur Erreichung der Klimaschutzziele zu schaffen. Genth: „Der Sonderbericht des Weltklimarates in der vergangenen Woche hat erneut gezeigt, dass eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad nur mit größter Kraftanstrengung zu erreichen ist. Mit einem Umlagesystem ohne Lenkungswirkung für den Klimaschutz ist eine Dekarbonisierung der Wirtschaft und das Gelingen der Energiewende kaum zu schaffen“, so Genth. Deutschland hat bereits mit die höchsten Verbraucherstrompreise Europas. Viele Industrieunternehmen aber profitieren von Vergünstigungsregeln und werden so nicht in die Finanzierung der Energiewende einbezogen. (PdH)

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