Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Stechmann: "Tarifabschlüsse haben Vorrang vor Mindestlohn"

Bei der Diskussion um einen bundeseinheitlichen gesetzlichen Mindestlohn erwartet der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG), Jens Stechmann, dass die Ergebnisse von Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern berücksichtigt werden.

Bei der Diskussion um einen bundeseinheitlichen gesetzlichen Mindestlohn erwartet der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG), Jens Stechmann, dass die Ergebnisse von Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern berücksichtigt werden. „In allen Bereichen oder Sektoren, in denen Tarifabschlüsse vorliegen, muss auch künftig die Tarifhoheit Vorrang vor einem gesetzlichen Mindestlohn haben“, erklärte Stechmann.

Die Tarifpartner für Landwirtschaft und Gartenbau haben sich in diesem Frühjahr auf eine schrittweise Annäherung an die von der SPD geforderter Höhe des gesetzlichen Mindestlohns verständigt. Dieser Weg sieht bei der untersten Lohngruppe für Arbeitskräfte ohne Berufsausbildung und für Tätigkeiten, die nach kurzer Einarbeitung ausgeübt werden könnten, eine zeitlich gestaffelte Anhebung von derzeit rund 7,00 Euro auf 8,50 Euro pro Stunde ab 2017 vor.

„Für den Obst- und Gemüsebau mit seinen arbeitsintensiven Spitzen und dem damit verbundenen Einsatz von Saisonarbeitskräften brauchen wir gesonderte Regelungen“, forderte der BOG-Vorsitzende. Die abrupte Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sei angesichts der derzeitigen Erlössituation eine schwere Belastung im europäischen Wettbewerb. „Die Einführung eines Mindestlohnes hat in einigen Ländern der Europäischen Union zu einer Reduzierung bzw. zur Einstellung arbeitsintensiver Produktionsverfahren geführt, so dass bereits Dauerarbeitsplätze weggefallen sind.“ Der Obst- und Gemüsebau brauche daher eine praktikable Lösung, die sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die Interessen der Betriebe berücksichtige, so Stechmann. (DBV) 

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