Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Stauden Ring: Saisonfazit 2025

Der Frühling 2025 zeigte sich laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Mitteleuropa mit außergewöhnlich vielen Sonnenstunden und nur wenig Niederschlag. Diese Witterung stellt für die grüne Branche zwar eine Herausforderung dar, brachte aber bei der Staudenkultivierung auch Vorteile mit sich.

Bewässerung von Stauden. Bild: Stauden Ring.

„Erfreulicherweise gab es durch das trockene Wetter bei uns in der Produktion kaum Kulturausfälle im Winter. Dadurch konnten wir mit einem vollen Sortiment an den Markt treten“, erklärt Henryk Härtel von Foerster-Stauden, Potsdam. Zudem habe das Wetter kontinuierliches Arbeiten ermöglicht, da regenbedingte Pausen nahezu ausblieben: „Die Mitarbeitenden konnten durchgehend an der Pflanze arbeiten – und wir hatten weniger Unkraut in den Töpfen.“ Ähnliche Erfahrungen teilt auch Torben Schachtschneider von Schachtschneider Stauden und Marketing, Neerstedt: „Dank der modernen Kulturtechnik ist der Bewässerungsaufwand für uns überschaubar. Auf die Pflanzengesundheit hat der trockene Frühling bislang keinen negativen Einfluss – im Gegenteil, in nassen Jahren haben wir mehr Kulturprobleme.“

Rüdiger Schweiß von Schweiss Staudenkulturen, Grafschaft-Bölingen beobachtet im gärtnerischen Einzelhandel eine leicht rückläufige Entwicklung. Viele Menschen nutzten das stabile, sonnige Wetter für Reisen und Freizeitaktivitäten fernab des eigenen Gartens. Laut einem Bericht des Merkur haben sich die Tourismuszahlen europaweit wieder dem Vor-Pandemie-Niveau angenähert – ein Trend, der sich spürbar auf den stationären Gartenverkauf auswirkte. Dennoch zieht Schweiß ein positives Fazit: „Im Allgemeinen ist die Stimmung im Handel positiv.“

Nach Einschätzung der Partnerbetriebe im Stauden Ring war auch im Garten- und Landschaftsbau – insbesondere im Privatkundensektor – ein leichter Rückgang spürbar. Zwar werden im Zuge von Neubauten oder Sanierungen nach wie vor Pflasterarbeiten und grundlegende Erschließungen beauftragt, doch für umfassendere Gartenarbeiten fehlt zunehmend das finanzielle Polster. Viele Bauherrinnen und Bauherren übernehmen diese Aufgaben daher in Eigenregie, vermuten die Partnerbetriebe. Martin Becker von Stauden Becker in Dinslaken beobachtet: „Die Auftragsschwerpunkte der Garten- und Landschaftsbauer haben sich verändert, sie beinhalten dieses Jahr merklich weniger Pflanzaufträge als in den Vorjahren.“ Gleichzeitig bleibt die Staude ein gefragtes Gestaltungselement, insbesondere in Neubaugebieten mit begrenztem Platzangebot. Grundstücke zwischen 400 und 700 Quadratmetern bieten wenig Raum für großvolumige Bepflanzungen, sodass Stauden durch ihre kompakte Wuchsform und vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten überzeugen.

Die acht Staudengärtnereien des Stauden Rings blicken auf eine insgesamt erfolgreiche Saison 2025 zurück. Besonders bewährt hat sich der wachsende interne Austausch, der inzwischen nicht nur auf Messen und Veranstaltungen, sondern auch digital stattfindet. Seit dem vergangenen Jahr sorgt eine Messenger-Gruppe für einen praxisnahen Austausch – zu Pflanzenschutzthemen, Bewertungen von Neuheiten oder technischen Fragen im Betriebsalltag.


 


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