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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Statistik: Importpreise im September 2021 +17,7%
Die Importpreise waren im September 2021 um 17,7% höher als im September 2020. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es zuletzt im August 1981 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben (+19,5% gegenüber August 1980). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr im August 2021 bei +16,5% gelegen, im Juli 2021 bei +15,0%. Gegenüber dem Vormonat August 2021 stiegen die Importpreise im September 2021 um 1,3%.
Starker Preisanstieg nach wie vor insbesondere auf Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen
Energieeinfuhren waren im September 2021 um 107,1% teurer als im September 2020. Der hohe Anstieg im Vorjahresvergleich ist insbesondere durch seit Juli 2020 stark gestiegene Preise für Erdgas begründet. Diese lagen im September 2021 um 170,6% höher als im September 2020. Auch Erdöl war im September 2021 im Vorjahresvergleich mit +75,5% deutlich teurer. Außerdem lagen die Preise für importierte Steinkohle mit einem Plus von 135,7% erheblich über denen von September 2020.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im September 2021 um 10,1% höher als im September 2020 und 0,5% höher als im Vormonat. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex um 14,7% über dem Stand des Vorjahres (+1,3% gegenüber August 2021).
Höhere Preise im Vorjahresvergleich auch bei Erzen, Metallen, Kunststoffen, Holz- und Holzwaren
Die Entwicklung der Preise für importierte Vorleistungsgüter hatte einen fast ebenso großen Einfluss auf die Entwicklung des Gesamteinfuhrpreisindex wie die der Energiepreise. Vorleistungsgüter wurden im September 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat zu 20,7% höheren Preisen importiert. Gegenüber September 2020 verteuerten sich vor allem gesägtes und gehobeltes Holz (64,6%), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+60,9%), Eisenerze (+53,9%), Rohaluminium (+50,7%), Kunststoffe in Primärformen (+40,8%) sowie Rohkupfer (+40,1%). Im Vormonatsvergleich sanken die Einfuhrpreise für Eisenerze allerdings deutlich (-16,4%).
Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im September 2021 um 2,7% über denen von September 2020. Während unter anderem Notebooks (+7,4%) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (+2,6%) teurer waren als im September 2020, wurden Tablets (-2,6%) im Vorjahresvergleich zu niedrigeren Preisen importiert.
Importierte Verbrauchsgüter waren im September 2021 binnen Jahresfrist 3,3% teurer, Gebrauchsgüter 2,9%.
Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen 11,6% über denen von September 2020. Während sich insbesondere Rohkaffee (+44,8%), Naturkautschuk (+31,7%) und Getreide (+30,3%) gegenüber dem Vorjahresmonat stark verteuerten, wurden lebende Schweine nach wie vor zu niedrigeren Preisen importiert (-27,3%). (DESTATIS)

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