- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Statistik: Gute Obsternte 2018 im Ländle
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Statistik: Gute Obsternte 2018 im Ländle
Die Obstbäume in Baden-Württemberg haben nach den Spätfrösten im Frühjahr 2017 und durch das gute Wetter während der Obstblüte 2018 überdurchschnittlich viele Blüten gebildet und dadurch einen sehr guten Fruchtansatz erreicht. So konnten trotz der anhaltenden Trockenheit im Sommer die Kern- und Steinobstanbauer im Land eine Rekord-Erntemenge von rund 538.300 t erzielen. Bei den Apfelanbauern entsprach die Erntemenge von 464.000 t Äpfeln einer Steigerung um das Vierfache gegenüber dem frostbedingt schlechten Erntejahr 2017. Gut ein Drittel der geernteten Äpfel wurde durch die Hauptsorten Elstar (63.900 t), Jonagold (52.700 t) und Gala (40.200 t) abgedeckt. Die Flächenerträge lagen bei den wichtigsten Apfelsorten deutlich über dem langjährigen Mittel aus den Jahren 2012 bis 2017. Die höchsten Erträge lieferte Jonagored mit 52,7 t pro Hektar (ha) gefolgt von Pinova (42,7 t/ha). Bei den kleinfrüchtigeren Sorten erreichten Gala 34,2 t/ha und Elstar 32,3 t/ha. Pflaumen und Zwetschgen erzielten eine Erntemenge von 26.200 t (14,7 t/ha) und auch Süßkirschen übertrafen mit einem Durchschnittsertrag von 8,3 t/ha und einer Erntemenge von 22.760 t deutlich das langjährige Mittel (+44%). Sauerkirschen erreichten mit 8,2 t/ha ein vergleichbares Ergebnis.
Bei den Strauchbeeren blieb die Anbaufläche 2018 mit 1.585 ha gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dagegen lag die Erntemenge mit 11.000 t um gut ein Drittel höher als 2017. Als anbaustärkste Strauchbeerenart gelten nach wie vor schwarze Johannisbeeren, die auf über einem Drittel der Fläche (560 ha) angebaut wurden. Die Erntemenge belief sich auf über 4.000 t (7,2 t/ha). Dahinter folgten mit knapp 3.500 t rote und weiße Johannisbeeren auf 366 ha (9,5 t/ha). Bei Freilandhimbeeren ist die Fläche weiter rückläufig (226 ha; -7%). Aroniabeeren liegen immer noch stark im Trend, was erneut durch die Ausweitung der Fläche um 14 ha auf 49 ha bestätigt wurde.
Unter geschützten Bedingungen, in Folientunneln oder Gewächshäusern, wurden auf 71 ha (+32%) Strauchbeeren angebaut. Vor allem die Produktion von Himbeeren im Tunnel wurde weiter ausgebaut (59 ha; +35%). Die Erntemenge belief sich bei einem gleichbleibenden Ertragsniveau von knapp 10 t/ha auf 580 t.
Erdbeeren wurden auf rund 2.500 ha ertragsfähiger Fläche geerntet (26.800 t), wobei im geschützten Anbau der Anteil auch 2018 weiter stieg (rund 350 ha; +33%). Insgesamt wurde damit 2018 auf knapp 3% weniger Fläche eine höhere Ernte realisiert als im Vorjahr: Der Durchschnittsertrag lag im Freilandanbau bei 10,0 t/ha (2017: 7,6 t/ha) und im Folientunnel bei 16,0 t/ha (2017: 14,7 t/ha). (stalabw)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.