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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Statistik: Apfelernte so niedrig wie noch nie
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes wird in Rheinland-Pfalz die bisher geringste Apfelernte aus dem Jahr 1981 (13.100 t) deutlich unterschritten. Die wichtigste Ursache sind die Spätfröste im April.
Die erwartete Erntemenge liegt bei weniger als ein Drittel des Durchschnitts in den Jahren 2011 bis 2016 (30.600 t). Der Ertrag wird auf rund 6,8 t geschätzt, im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre waren es 21,9 t. Damit stehen rechnerisch jedem Einwohner nur 2,3 kg Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Äpfeln lag 2015/2016 bei 19 kg. Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut und sind damit die wichtigste Obstart im Land.
Geringe Erträge auch bei anderen Obstarten
Nach den Feststellungen der Berichterstatterinnen und Berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten deutlich geringer Erträge. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf den zweiten Platz der Anbaustatistik. Der Ertrag liegt mit einem geschätzten Hektarertrag von 2,7 t um 56% unter dem langjährigen Schnitt von 6,1 t. Die geschätzte Erntemenge beträgt 1.700 t.
Sauerkirschen (562 Hektar) brachten mit 5,9 t je Hektar einen Ertrag, der den Mittelwert der Jahre 2011 bis 2016 (8,4 t/Hektar) um 30% verfehlt. Gegenüber dem vorigen Jahr ist ein geschätzter Ertragsrückgang von 26% zu verzeichnen. Die Erntemenge beläuft sich auf 3.300 t. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit 8,8 t je Hektar voraussichtlich nur die Hälfte des mehrjährigen Durchschnitts ernten. Die geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 1.400 t.
Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 180 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen. Daten zum Erwerbsanbau von Obst liegen seit 1974 vor. Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265. (Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland Pfalz)

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