Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Stärkekartoffeln: Verbesserung der Trockentoleranz

Seit Frühjahr 2011 koordiniert die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) e. V. ein neues Forschungsprojekt zur Verbesserung der Trockentoleranz von Stärkekartoffeln.

Seit Frühjahr 2011 koordiniert die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) e. V. ein neues Forschungsprojekt zur Verbesserung der Trockentoleranz von Stärkekartoffeln. Das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm, das Julius Kühn-Institut, Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz in Groß Lüsewitz, die Ludwig-Maximilian-Universität München, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit ihrer Versuchsstation Dethlingen und neun GFP-Mitgliedsunternehmen arbeiten in dem Verbundprojekt zusammen.

„Die Erzeugung von Stärkekartoffeln ist für die Landwirte nur bei stabilen, hohen Erntemengen, bei hohen Stärkegehalten sowie bei guten Qualitätseigenschaften ökonomisch vorteilhaft“ erklärt Dr. Carl Bulich, Geschäftsführer der GFP. „Allerdings ist dieser Kartoffelanbau sehr stark vom lokalen Klima geprägt. Hier bereitet uns der Klimawandel mit seiner veränderten Niederschlagsverteilung und seinen ausgeprägten Trockenperioden im Frühjahr große Sorge. Mit diesem Projekt wollen wir die methodischen Voraussetzungen für die Züchtung von trockentoleranten Stärkekartoffelsorten schaffen“. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung molekularer Marker für das Merkmal „verbesserte Trockentoleranz“. Dies erlaubt später eine markergestützte Selektion auf das züchterisch wichtige Merkmal. In verschiedenen Arbeitsschritten werden diese Marker zunächst unter kontrollierten Wachstumsbedingungen, d. h. in Labors und in Gewächshäusern, identifiziert und dann unter Feldbedingungen auf vielen Standorten der Züchter geprüft.

„Wir sind sehr froh, dass wir für dieses umfangreiche Projekt Fördermittel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe einwerben konnten. Ich bin zuversichtlich, dass dieser breite Forschungsansatz die Sortenzüchtung deutlich verbessern wird“, äußert sich Bulich optimistisch. (BDP)

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