Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Stadtentwicklung: Architektur und Grün wachsen zusammen

Europaweit und auch in Deutschland zieht es die Menschen in die Städte. Aktuellen Prognosen zufolge wird der Bevölkerungsanteil in den Ballungsräumen bis zum Jahr 2050 auf über 70% ansteigen.

Europaweit und auch in Deutschland zieht es die Menschen in die Städte. Aktuellen Prognosen zufolge wird der Bevölkerungsanteil in den Ballungsräumen bis zum Jahr 2050 auf über 70% ansteigen. Stadtplaner und Architekten sowie die gesamte Baubranche stellt dieser deutliche Trend zur Urbanisierung vor große Aufgaben. Es gilt genügend Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen, dabei neue Herausforderungen der Stadtklimatologie in Zeiten des Klimawandels zu bewältigen und den steigenden Ansprüchen der Menschen an Lebensqualität gerecht zu werden. Das Themenspektrum ist enorm breit: Der Energieverbrauch der Gebäude soll gesenkt werden, nachhaltige Baustoffe sollen zum Einsatz kommen, neue Mobilitätsformen sind zu entwickeln, politische Forderungen nach sozialem Ausgleich sollen aufgegriffen werden und nicht zuletzt ist es aus Gesundheitsgründen wichtig, die Luftverschmutzung und Lärmbelästigung zu verringern. Spätestens seit dem Abschluss des UN-Klimaschutzabkommens in Paris ist bewusst geworden, dass die Zukunft in Städten gemacht wird - Urbane Ballungsräume sind heute die mit Abstand größten Produzenten von Treibhausgasen.

Grüne Städte gefragt
Bundesweit zeigt sich in Wohnungsbauprojekten eine Renaissance der Dach- und Fassadenbegrünung. Dazu trägt bei, dass in den letzten Jahren eine Reihe neuer Konzepte und Techniken entwickelt wurden, die die Umsetzung erleichtern. Außerdem gibt es vermehrt kommunale Förderung von Begrünungsaktivitäten. Dabei geht es längst nicht nur darum, Gebäude zu bepflanzen, sondern die gesamte Stadtlandschaft soll grüner werden. Der Architekturkritiker Gerhard Matzig stellt fest: „Die Sehnsucht, im Einklang mit der Natur zu leben, ist heute nicht mehr romantisch motiviert, sondern erklärter Wille breiter Bevölkerungsschichten und für die Bauwelt nurmehr eine technische Herausforderung." Empirische Untersuchungen zur Fassadenbegrünung zeigen eindeutig positive Auswirkungen auf das Innenraumklima - Kühlung im Sommer und Isolation im Winter, zudem weitere Vorteile wie CO2-Speicherung, Wasserverdunstung und Lärmdämmung. Matzig: „Wenn wir uns mit Pflanzen versöhnen, können sie uns bei unseren Energieproblemen sehr helfen. Man muss sie nur frühzeitig einplanen." Ein breit diskutierter Lösungsansatz für die anstehende Nachverdichtung in wachsenden Städten ist die Aufstockung vorhandener Gebäude. Architektur und Grün wachsen im Wortsinne zusammen, wenn auf die so ohne weitere Versiegelung geschaffenen zusätzlichen Wohnflächen Dachbegrünung installiert wird. Im besten Fall entsteht mit einer intelligenten Bauwerksbegrünung mehr Grünfläche, als durch den Bau verbraucht wurde.

Integrierte Stadtentwicklung
Das aktuelle Thema stand unter dem Titel „Architektur und Grün wachsen zusammen" im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung, die der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt durchführte. Wachsende Städte sind auf Dichte angewiesen - damit wächst der Druck auf die innerstädtischen Freiflächen. Gerade deshalb ist für Dr. Annette Becker, Kuratorin im DAM in Frankfurt, die Integration von Grünplanung und Stadtplanung dringend geboten. „Stadtentwicklung kann nur als integrierte Gesamtplanung funktionieren, die dann bis zum einzelnen Bauprojekt wirkt. Es geht nicht nur um Energieeffizienz der Gebäude, sondern auch um die Minimierung der versiegelten Fläche, das Wassermanagement und die Freiraumgestaltung." In Zukunft werde es darauf ankommen, mehr Vielfalt in den Städten zu kultivieren, die Menschen bräuchten unterschiedliche öffentliche Grünanlagen, so die Kuratorin. Auch Eiko Leitsch, Vizepräsident des BGL, empfiehlt ein Umdenken in der Stadt- und Landschaftsplanung, indem zuerst die Grüne Infrastruktur gesichert wird, auf die dann die Bauplanung aufsetzt: „Im Großraum Frankfurt besteht eine Planungskultur, um die uns viele Kommunen in Deutschland beneiden. Es gilt, die verschiedenen Disziplinen zu einer Gesamtbetrachtung zusammen zu bringen, um die Herausforderungen zukünftiger Stadtentwicklung zu bewältigen. Dabei hat das Grün an und um Gebäude wie auch im öffentlichen Raum der Städte eine bedeutende Rolle." (Quelle: BGL)

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