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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Spargel: Preisschwankungen normal
Willy Kreienbaum, Sassenberg-Füchtorf, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e. V. und der Spargelstrasse NRW, kennt das Phänomen schankender Preise seit Jahrzehnten.
Warum wurde Spargel in den letzten Tagen so günstig angeboten?
Willy Kreienbaum: Im April hatten wir ungewöhnlich hohe Bodentemperaturen. Spargel reagiert extrem stark auf diese Wärme, die Pflanzen sind sehr schnell gewachsen und das hat sich natürlich auf die Erntemenge ausgewirkt. Auf der anderen Seite haben viele Verbraucher Spargel im April noch nicht so richtig auf dem Schirm, das heißt, dass eine große Menge auf eine geringere Nachfrage trifft - so erklären sich auch die starken Preisschwankungen. Außerdem sind wir gerade jetzt in der Phase, in der die frühen Spargelsorten ihre Ertragsspitze hatten. Die stieß in diesem Jahr mit den oben erwähnten hohen Bodentemperaturen zusammen. Jetzt kommen die späteren Sorten in Ertrag und der Verlauf insgesamt wird ruhiger.
Ist diese Preisentwicklung ungewöhnlich?
Willy Kreienbaum: Nein, dieses Hin und Her ist zu Beginn der Saison ganz normal. Wenn Sie den Wetterbericht für die nächsten Tage anschauen, sehen Sie, dass wir immer noch sehr kalte Nächte mit zum Teil einstelligen Temperaturen und Tage mit deutlich über 20°C haben. Die Eisheiligen lassen bereits grüßen. Erst ab Mitte Mai erwarten wir konstantere Temperaturen und dann auch einen stabileren Verlauf.
Wann ziehen Sie Bilanz über die Saison?
Willy Kreienbaum: Der 24. Juni ist für alle Spargelanbauer der Tag der Bilanz. Am Johannistag wird der letzte Spargel gestochen, damit sich die Pflanze im folgenden Sommer wieder aufbauen kann und wir auch im nächsten Jahr noch einen guten Ertrag bekommen. Die Erfahrung über viele Jahre hat übrigens gezeigt, dass sich die Schwankungen bei den Erträgen mit rund 5% Abweichung nach oben oder unten die Waage halten. Das ist auch der Grund, warum ich nach einem so unruhigen Start in die Saison wie in diesem Jahr mit Optimismus auf die nächsten knapp sieben Wochen der Spargelsaison 2018 schaue. (Quelle: Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe e.V.)

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