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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Sonderkulturen: Regionale Bio-Erzeuger gesucht
Bernhard Schreyer war einer der ersten von inzwischen 30 Naturland Erzeugern, der Schälsonnenblumen in Deutschland für heimische Verarbeiter anbaut. Liane Regner von der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG, der größten deutschen Bio-Erzeugergemeinschaft, leitet den Bereich Sonderkulturen. Sie steht im regelmäßigen Kontakt mit den Vertragslandwirten und besucht sie auch vor Ort.
Bernhard Schreyer freut sich über die Möglichkeit, die Fruchtfolge seines reinen Naturland-Ackerbaubetriebs mit Sonderkulturen aufzulockern. Neben Sonnenblumen gehören auch Kichererbsen und Emmer dazu. „Die Sonnenblume verlängert die Saison. Wenn das Getreide geerntet wird, blüht sie und es macht mir Freude, sie zu sehen“, freut sich Schreyer. Er ist seit fünf Jahren im Projekt dabei und hat sehr gute Erfahrungen gemacht. Doch er rät jedem Neueinsteiger Sonderkulturen nur im Vertragsanbau zu erzeugen. „Die Verarbeiter suchen besondere Sorten und Qualitäten. Hier sollte man nicht einfach auf gut Glück anbauen.“
Liane Regner ist für dieses Jahr zufrieden, sieht aber weiterhin großes Potential für den wachsenden Nischenmarkt der Sonderkulturen. Raps, Sonnenblumen, Öllein, Soja, Linsen, Kichererbsen, Quinoa, Kümmel und Koriander seien unter anderem besonders gefragt. „Aber nur in gewissen Mengen“, gibt die Expertin zu bedenken, da der Markt klein sei. Sie fügt hinzu: „Immer mehr deutsche Verarbeiter setzen auf heimische Herkunft. Nicht nur weil es die Verbraucher wünschen, sondern auch weil es ihre Qualitätssicherung vereinfacht.“
Wer Interesse am Anbau von Sonderkulturen hat, erhält neben der richtigen Sortenempfehlung auch eine umfassende Beratung durch die Marktgesellschaft der Naturland Bauern und die Naturland Fachberatung.

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