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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Sojabohnen: Kultur mit Perspektive für den Nordwesten
Kammer-Berater Christian Kreikenbohm (links), Jürgen Unsleber (Mitte) vom Sojanetzwerk sowie Landwirt Christian Holtmeyer informierten auf dem Soja-Feldtag in Belm über den Anbau der Wärme liebenden Pflanze. Tenor: Der Bedarf an heimisch erzeugtem Soja wird zunehmen, steigende Preise machen den Anbau zunehmend interessant. Bild: Walter Hollweg, LWK Niedersachsen.
Der Anbau von Sojabohnen, ist auch im Nordwesten Deutschlands möglich. Das zeigen mehrjährige Versuche der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in denen mit der Aussaat von kältetoleranten Sorten vielversprechende Ergebnisse erzielt werden konnten. Allerdings bleibt ein witterungsbedingtes Anbaurisiko durch Kälteeinbrüche während der Jugendentwicklung oder eine witterungsbedingte Verzögerung wegen der vergleichsweise späten Ernte bestehen.
So rechnet denn auch die Kammer für dieses Jahr mit eher durchwachsenen Erträgen. „Die Startbedingungen im Frühjahr waren für die Wärme liebende Pflanze nicht in jeder Region ideal“, erklärte Christian Kreikenbohm heute (20. Juli) auf dem Soja-Feldtag in Belm (Landkreis Osnabrück). Der Kammerberater verdeutlichte, dass der Bedarf an gentechnikfreien Sojabohnen zunimmt. Das wiederum könne für steigende Preise sorgen, was den Sojaanbau für Landwirte in Deutschland zunehmend attraktiver machen würde. „Besonders für ökologisch erzeugte Sojabohnen ist die Nachfrage sowohl im Lebensmittel- als auch im Futtermittelbereich sehr hoch, doch auch die Marktchancen für regionale, konventionelle Sojabohnen sind vielversprechend“, so Kreikenbohm.
Für die Biobetriebe werde ein erfolgreicher heimischer Sojabohnenmarkt immer wichtiger werden. Durch die Ausdehnung der Geflügel- und Schweinehaltung im Ökolandbau hat die Nachfrage nach heimischen Eiweißfuttermitteln, insbesondere nach Bio-Soja, deutlich zugenommen. Die Sojabohne liefere ein hochwertiges Protein, das ideal für die Fütterung der Tiere sei, so der Kammerberater. „Der Futterwert der Sojabohne übersteigt den von Ackerbohne und Erbse erheblich“, erläuterte Kreikenbohm, die Proteinzusammensetzung sei besser an den Bedarf der Tiere angepasst. Bisher musste Öko-Soja teilweise über sehr weite Strecken importiert werden.
Seit acht Jahren führt die Landwirtschaftskammer Sojabohnenanbauversuche unter ökologischen Anbaubedingungen durch. Außerdem ist die Kammer Projektpartner eines im September 2013 gestarteten bundesweiten modellhaften Demonstrationsnetzwerkes, das zum Ziel hat, den Soja-Anbau auszuweiten und die Verwertung heimischer Sojabohnen in Deutschland zu fördern. Aufbauend auf diesen Erfahrungen bietet die Kammer eine umfassende Soja-Anbauberatung zu Sortenwahl, Anbautechnik und Unkrautregulierung an. Details dazu wurden den Praktikern auf dem Feldtag in Belm vermittelt. (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

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