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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
SKW Piesteritz: Reduziert Düngemittelproduktion um 30%
„Wir sehen uns gezwungen, unsere Düngemittelproduktion weiter zu reduzieren. Der Grund ist einfach – die Düngemittelhändler sind nicht bereit, die für uns wirtschaftlich notwendigen Preise zu zahlen“, sagt Petr Cingr, Vorsitzender der Geschäftsführung der SKW Piesteritz. Mit diesem Schritt reagiert die Geschäftsleitung des größten Ammoniak- und Harnstoffproduzenten in Deutschland auf die seit Wochen stark gestiegenen und anhaltend hohen Gaspreise. Aufgrund der Verteuerung des Rohstoffes Gas um mehr als das Fünffache steigen die Produktionskosten von Ammoniak und Harnstoff, was zwangsläufig eine Preissteigerung für Düngemittel zur Folge hat.
Aktuell klaffen der für SKW Piesteritz wirtschaftlich notwendige und der tatsächlich zu erzielende Verkaufspreise für Düngemittel weit auseinander. Düngemittel können nur mit Verlust produziert werden. Aufgrund der in der Branche bereits gedrosselten Produktion, werden sich sehr wahrscheinlich die Düngemittel für die nächste Düngesaison verknappen. Dadurch wiederum verringern sich die Ernteerträge in der Landwirtschaft. „Wir warnen eindringlich vor Ernteausfällen und Versorgungsengpässen. Die Düngemittelhändler müssen reagieren. Erst wenn der Gaspreis sinkt und/oder die Düngemittelhändler bereit sind, die notwendigen Preise zu zahlen, wird es eine Entspannung auf dem Düngemittelmarkt geben können“, so Cingr weiter. (SKW Piesteritz)

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