Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Singapur: Gemüse vom Hochhausdach

Gemüse für die Stadtbevölkerung auf den Dächern von Wolkenkratzern anzubauen - das hört sich im ersten Augenblick futuristisch an.

Blattgemüse in einem Aquaponik-System. Bild: GABOT.

Tatsächlich gibt es in Großstädten auf der ganzen Welt bereits Beispiele für diese Form der urbanen Landwirtschaft. Auch im südostasiatischen Stadtstaat Singapur versucht man aus Platznot, den Anbau von Nutzpflanzen auf die Dächer von Hochhäusern zu verlagern. In seinem Internetschwerpunkt zu nachhaltiger Ernährung stellt das Bundeszentrum für Ernährung zwei singapurische Unternehmen vor, die innovative Konzepte für den vertikalen Nutzpflanzenanbau entwickelt haben.

So kultiviert die Firma COMCROP“ hoch auf den Dächern des „Scape-GebäudesBlattgemüse und Kräuter in einem Aquaponik-System: Bei dieser Kombination von Pflanzen- und Fischzucht wachsen die Nutzpflanzen in substratgefüllten Behältern, die regelmäßig von nährstoffreichem Wasser aus dem Fischbehälter umspült werden. In dem geschlossenen Kreislauf wird das Wasser durch biologische Prozesse gereinigt und muss daher für die Fischhaltung weder gefiltert noch ausgetauscht werden. Wasser- und Energieverbrauch sind daher relativ gering. Die auf diese Weise erzeugten Salate und Kräuter liefert das Unternehmen an Hotels der Stadt, die Wert auf frische, lokal produzierte Lebensmittel legen. Mit den Fischen wird ein zusätzliches Einkommen generiert.

Einen anderen Ansatz hat die Firma SKY GREENS“, die turmartige Aluminiumgestelle entwickelt hat, an denen bis zu 38 Pflanzkästen mit Erde befestigt werden können. Die Kästen rotieren durch einen hydraulischen Antrieb und erreichen innerhalb von acht Stunden wieder ihre Ausgangsposition. Auf ihrem Weg werden sie mit Sonne und Wasser versorgt. Auf diese Weise ist eine zehnfach höhere Erntemenge möglich als bei gleicher Fläche am Boden. Das erzeugte Gemüse, zum Beispiel beliebte Kohlsorten, wird über Singapurs größte Lebensmittelkette vertrieben. Und dadurch, dass die Türme auf den Dächern von Wohnhäusern installiert sind, ergibt sich eine enge, umweltfreundliche Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Die staatlichen Stellen Singapurs forcieren Partnerschaften mit Schulen und Colleges, um dieses Konzept weiter zu verbreiten. (Quelle: bzfe)

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