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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Sensoren unterscheiden: Unkraut oder Nutzpflanze?
Im rheinland-pfälzischen Kalenborn-Scheuern hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, jetzt die Firma Premosys besucht, um sich über den Einsatz von Sensorentechnik in der Landwirtschaft zu informieren. Gemeinsam mit der Universität Bonn hat das Unternehmen den so genannten „GG-Detector®“ entwickelt. Ein System, das mittels elektronischer Farbmessung durch Sensoren Nutzpflanzen von Unkraut unterscheiden kann. So wird eine punktgenaue Dosierung von Dünger und Pflanzenschutzmittel ermöglicht.
Julia Klöckner: „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft zeigt einen Weg raus aus der Ideologiefalle. Wenn es darum geht, weniger Düngung und Pflanzenschutz einzusetzen und gleichzeitig Erträge zu sichern, erreicht man das nicht durch Alles- oder- nichts-Forderungen. Sondern etwa durch präziseres und bedarfsgerechtes Ausbringen. Hier hilft hochmoderne Sensortechnik. Sie ermöglicht eine Win-Win-Situation: Der Landwirt kann seine Produktionskosten ohne Umsatzeinbußen verringern und Umweltbelastungen reduzieren. Das verdeutlicht das Potential digitaler Innovationen – die Branche ist hier Vorreiter. Deshalb investieren wir hier massiv: Bundesweit haben wir Experimentierfelder eingerichtet, wo digitale Techniken für Pflanzenbau und Tierhaltung entwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden. 50 Mio. Euro stehen dafür zur Verfügung.“
Zum GG-Detector®
Der GG-Detector® soll eine selektive Unterscheidung von Kultur- und Wildpflanzen und damit eine punktgenaue, bedarfsgerechte Dosierung von Düngemitteln und Herbiziden ermöglichen. Über einen integrierten Controller lassen sich entsprechende Aktoren wie Ventile und Relais unmittelbar ansteuern. Das System soll bereits bei einer Blattgröße von 1 cm², bei Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 25 km/h detektieren und soll im Gegensatz zu anderen Systemen unabhängig von Umgebungslicht sein. Durch diese bedarfsgenaue Dosierung sollen bis zu 90% der Herbizidmenge eingespart werden. Durch die Möglichkeit, den GG-Detector® an unterschiedliche Vorrichtungen und Maschinen anzubringen, steht er der Agrarwirtschaft in vielseitiger Hinsicht für ein breites Einsatzspektrum zur Verfügung. (BMEL)

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